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Rede in Wels

Nehammer attackiert Kickl: "Steht für Zerstörung"

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ÖVP-Chef Karl Nehammer hat am Freitag vor rund 2.000 Unterstützern in Wels seinen Nationalratswahlkampf gestartet und sich dabei zum einzigen Gegner von FPÖ-Chef Herbert Kickl stilisiert, ohne ihn namentlich zu nennen.

"Es wird die Entscheidung sein zwischen ihm und mir als Bundeskanzler von Österreich", sagte er und versprach ein Jahr der Bewährung und Wehrhaftigkeit. Punkten will Nehammer mit seinem "Österreichplan". Kein Wort verlor er zum Zeitpunkt der Wahl.

"Es wird ein Jahr der Entscheidungen sein zwischen demjenigen, der sich in der dunklen Vergangenheit verliert und lieber an Verschwörungen glaubt", so Nehammer, "und es wird die Entscheidung sein zwischen ihm und mir als Bundeskanzler von Österreich, der an die Zukunft dieses Landes und die Zukunft der Menschen in diesem Land glaubt." Die Frage für Nehammer lautet: "Gestalten oder Spalten?"

Bereits im Vorprogramm hatte es Angriffe vor allem gegen die FPÖ, aber auch die SPÖ und Klimaaktivisten gesetzt. Speziell Generalsekretär Christian Stocker und Klubchef August Wöginger schossen sich auf Kickl ein, Stocker nannte den Freiheitlichen-Chef gar einen Versager. Eingespielt wurden auch Videos, die etwa Kickls früheres Plädoyer für Lockdowns zur Corona-Zeit zum Inhalt hatten.

Das ist Nehammers Österreichplan

 In seiner knapp 40-minütigen Rede breitete Nehammer dann jene Inhalte aus, die bereits in den vergangenen Tagen Medien zur Verfügung gestellt worden waren. Nehammer will etwa Wohnungseigentum stärken. Eine halbe Million mehr Eigentümer soll es bis 2030 geben, was zu stehenden Ovationen im Auditorium führte. 800 neue Kassenstellen will er in diesem Zeitraum, die Lohnnebenkosten senken, mit dem "Regulierungswahnsinn" aufhören, alle Steuern auf Überstunden abschaffen und jene mit 1.000 Euro belohnen, die Vollzeit arbeiten.

Ökologie will Nehammer mit Ökonomie vereinen. Der Straßenbau soll dabei nicht zu kurz kommen. Denn irgendwo müssten die Autos neuer Technologien ja fahren. Weiterer Schwerpunkt ist die Sicherheit - von erhöhtem Verteidigungsbudget bis Terror-Bekämpfung. Sozialleistungen für Zuwanderer soll es erst nach fünf Jahren geben und was er von diesen erwartet machte der Kanzler auch klar. "In meinem Verständnis ist Integration Anpassung", auch wenn die FPÖ diese Idee für sich reklamiere.

Nehammer startet mit Rede in den Früh-Wahlkampf
© APA/HELMUT FOHRINGER
× Nehammer startet mit Rede in den Früh-Wahlkampf

Die Wichtigkeit des heurigen Jahres betonte der ÖVP-Chef schon in seinen einleitenden Worten: "Dieses Jahr 2024 ist das Jahr der Entscheidung." Er stehe für Gestaltung und damit entgegen denjenigen, die für Zerstörung stünden.

Attacken gegen Kickl

Damit angesprochen war wohl FPÖ-Obmann Herbert Kickl, dessen Partei schon im Vorprogramm Ziel von Attacken speziell von Generalsekretär Christian Stocker und Klubchef August Wöginger war. Stocker nannte den Freiheitlichen-Chef gar einen Versager. Eingespielt wurden auch Videos, die etwa Kickls früheres Plädoyer für Lockdowns zur Corona-Zeit zum Inhalt hatten.

Nehammer startet mit Rede in den Früh-Wahlkampf
© APA/HELMUT FOHRINGER
× Nehammer startet mit Rede in den Früh-Wahlkampf

Auch sonst wilderte der Kanzler in freiheitlichem Territorium, sprach er sich doch für Asylverfahren an den EU-Außengrenzen sowie in Drittstaaten und generell für eine Neukonzeption des europäischen Asylsystems aus. Doch auch hier, so betonte Nehammer, gebe es "eine klare Abgrenzung zu den Rechtsextremen". Die ÖVP sei nämlich nicht gegen eine geordnete Zuwanderung in den Arbeitsmarkt und Erleichterungen bei der Rot-Weiß-Rot-Card. Auch den Leitkultur-Begriff reklamierte er für sich, weder von "den Radikalen" noch von "linken Träumern" dürfe man sich das wegnehmen lassen.

Plakolm gegen "sinnlose Kleberei"

Bebildert wurde auch die Kritik an SPÖ-Chef Andreas Babler, indem dessen Sager, Marxist zu sein, zu Gehör gebracht wurde. Ihr Fett ab bekamen schließlich die Klimakleber, derer sich Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm annahm: "Diese sinnlose Kleberei muss ein Ende haben."

Schweigen zu Wahltermin

Keinerlei Äußerung gab es von Nehammer zur Frage einer allfällig vorgezogenen Neuwahl. Zuletzt hatten sich die Hinweise verdichtet, dass in der ÖVP jene die Oberhand gewinnen, die die eigentlich erst Ende September fällige Nationalratswahl mit der EU-Wahl am 9. Juni zusammenlegen wollen. Den ÖVP-Spitzenkandidaten für die Europawahl lobte Nehammer ausdrücklich. "Danke, dass du dir das antust", sagte er zu Reinhold Lopatka.

In die Welser Messe gekommen waren ein großer Teil der schwarzen Regierungsmannschaft und fast alle Landeshauptleute aus den Reihen der ÖVP, aber auch Parteiprominenz von früher: Von Ex-Parteichef Josef Pröll über die Ex-Präsidentschaftskandidaten Andreas Khol und Benita Ferrero-Waldner bis hin zu den Alt-Landeshauptleuten Erwin Pröll, Josef Pühringer und Waltraud Klasnic.

Nehammer startet mit Rede in den Früh-Wahlkampf
© APA/HELMUT FOHRINGER
× Nehammer startet mit Rede in den Früh-Wahlkampf

Zum Auftakt begrüßte Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer die Gäste, lobte Nehammer als Staatsmann und Umsetzer und formulierte eine Absage an "unrealistische Träumerleins mit Umsetzungsschwächen" ebenso wie an "verbitterte Hetzer". "Darum bist du der Bundeskanzler", so Stelzer, "und es soll auch kein anderer werden."

Babler ortet "Verarschung"

Die Reaktionen der Opposition fielen ablehnend aus. FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker ortete ein "großes Bürgertäuschungsmanöver eines notorischen Krisen-Leugners, der als Bundeskanzler keine Zukunft mehr hat". Das ÖVP-Establishment fürchte sich vor Kickl offenbar dermaßen, dass er der heimliche Stargast der Veranstaltung gewesen sei.

SPÖ-Chef Andreas Babler sah eine Verhöhnung, ja gar eine "Verarschung" der Bevölkerung. Türkis-Grün sei Geschichte und die ÖVP habe einen Heiratsantrag an die FPÖ gestellt, meinte er. NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger hatte bereits am Vormittag die ÖVP als müde und korrupt bezeichnet und sich für eine baldige Neuwahl ausgesprochen.

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 17:17

Rede ist beendet - alle kommen auf die Bühne zur Parade

Die Rede ist beendet - alle kommen auf die Bühne - die Landeshauptleute, der Nationalratspräsident die Minister. Sie alle stehen mit Nehammer auf der Bühne. Dann singen sie gemeinsam die Nationalhymne "Land der Berge, Land am Strome."

 17:15

"Gestalten, statt spalten"

"Gestalten, statt spalten", ruft Nehammer zum Schluss seiner Rede. "Ich habe mich klar entschieden."

"Gestaltet mit mir dieses Österreich". Heroische Musik, Applaus, die Rede ist beendet. 37 Minuten lang war sie.

 17:11

Asyl und Leitkultur

"Integration ist Anpassung", sagt Nehammer. "Leitkultur steht dafür, dass es um eine Gesellschaft der Vielfalt, der Toleranz, des Respekts, des Zuhörens und der demokratischen Grundwerte."

"Das Asylsystem muss dringend gebaut werden und wir haben die ersten Schritte in diese Richtung gesetzt, zur Abgrenzung von den Hassern: Die VP ist nicht gegen eine kontrollierte Migration. Wir müssen differenzieren zwischen einer ungeordneten Migration und einer geordneten mit klaren Spielregeln."

Nehammer sagt: "Wenn wir ein Land der Vielfalt, des Respekts und der Toleranz bleiben wollen, dann heißt das, dass Integration Anpassung ist. Haben das die Freiheitlichen erfunden? Ich habe damit kein Problem. Aber überlassen wir nicht jenen, die Hass säen, den Begriff Leitkultur. Eine Leitkultur des Miteinanders und der Toleranz, lassen wir uns die Leitkultur nicht von den rechten Radikalen wegnehmen oder von den linken Träumern."

 17:08

Nehammer lobt EU

"Bald sind wir 30 Jahre in der Europäischen Union!" Sagt Nehammer: "Wir müssen „Europe first“ umsetzen, gerade wenn es um unsere Unternehmen geht."

Er verteidigt den Schengen-Stopp Österreichs für Rumänien und Bulgarien. .

 17:07

Standing Ovations für Nehammer

Nehammer spricht über Sicherheit, Schutz vor dem Terror, da bekommt er Standing Ovations.

"Ohne Sicherheit und Ordnung keine Demokratie", so Nehammer. Er habe bewiesen, dass ihm das Thema Sicherheit am Herzen liege. "Unsere Sicherheit wird oft von Einflüssen bedroht, die verdeckt und dann mit einer unglaublichen Wucht unsere Sicherheit gefährden: Ich spreche von Terror."

"Bei Terror, der Angst und Schrecken verbreitet, gibt es keine Neutralität." Der Antisemitismus nehme zu, er sei "ein Lackmustest" für die Demokratie. "Deshalb ist mein Engagement gegen Antisemitismus so wichtig, aus unserer Geschichte heraus, entscheiden dagegen aufzutreten." Es folgen Standing Ovations.

 17:05

Nehammer spricht jetzt über Sicherheit

Bundeskanzler und ÖVP-Bundesparteiobmann Karl Nehammer © APA HELMUT FOHRINGER

"Kickl steht für Zerstörung", sagt Nehammer. 2024 werde "ein Jahr der Bewährung und ein Jahr der Wehrhaftigkeit sein, ein Jahr der Entscheidung, zwischen jenem, der sich in der dunklen Vergangenheit verliert und mir, der an die Zukunft dieses Landes glaubt."

 17:03

"Halbe Millionen Eigentümerinnen und Eigentümer mehr"

Entscheidend für Familien sei, wo sie leben. "Mein Ziel ist es, dass wir ein Land der Eigentümerinnen und Eigentümer werden", sagt Nehammer. "Ich möchte, dass es bis 2030 eine halbe Millionen Eigentümerinnen und Eigentümer mehr ist." Tosender Applaus der ÖVP-Funktionäre in der Messehalle in Wels. So laut wie bisher noch nie während dieser Kanzlerrede.

 17:01

Familien sollen Wahlfreiheit haben

Was die Kinderbetreuung angehe, brauche es echte Wahlfreiheit, ob man daheim bleibe oder Kinder betreuen lasse, so Nehammer.

"Die Demokratie braucht Bildung mehr denn je", sagt der ÖVP-Chef. Bildung heiße auch zu vermitteln, dass die Welt in der die Kinder heute aufwachsen, bald eine andere sein werde. Die Chancen von KI zu lehren sei die Bildung der Zukunft."

 17:00

"Hat sich in der Jahreszahl geirrt"

Auch Lena Schilling, grüne Spitzenkandidatin für die EU-Wahl, attackiert den Kanzler-Plan: "Nehammers Österreich Plan. Glaub er hat sich in der Jahreszahl geirrt. Das ist der Österreichplan aus 1980", schreibt sie auf X.

 16:58

Scharfe Kritik - schon während der Rede

Während Karl Nehammer spricht, trudelt schon scharfe Kritik am Österreich-Plan des ÖVP-Chefs ein.

"Das ist kein Plan und schon gar keine Vision für die Zukunft, das ist eine mehr als zehn Milliarden Euro teure Themenverfehlung und ein - nicht einmal besonders durchdachter - Anschlag auf die Beschäftigten und auf den Sozialstaat", so ÖGB-Bundesgeschäftsführerin Ingrid Reischl. "Alle sogenannten Entlastungen zahlen sich die Menschen selbst in Form von schmerzhaften bis gefährlichen Kürzungen auf anderen Gebieten. Die Gegenfinanzierung dürfte in den wirren Plänen nämlich keinerlei Rolle gespielt haben."

 16:57

Autoland Österreich

"Könnt ihr euch noch erinnern, als ich gesagt habe, Österreich ist ein Autoland", sagt Nehammer. "Eigentlich eigenartig, wenn man bedenkt, welche Bedeutung die Autoindustrie für Österreich hat", so der Kanzler. Es dürfe hier keine Denkverbote geben.

 16:55

Nehammer spricht mit lauter Stimme und großen Gesten

Bundeskanzler und ÖVP-Bundesparteiobmann Karl Nehammer © APA HELMUT FOHRINGER

 16:50

Steuersenkung, "aber Achtung"

Laut seinem Plan will Nehammer den Eingangssteuersatz von 20% auf 15% senken.

"Aber Achtung", das könnte den Anreiz zur Vollzeitarbeit reduzieren.

Deshalb wolle er einen Vollzeit-Arbeits-Bonus von 1.000 Euro einführen.

 16:47

Nehammer: "Lohnnebenkosten runter, Regulierungswahnsinn beenden"

"Wir müssen wegkommen von der österreichischen Subventionitis und wieder hin zu Investitionen in unser Land und unsere Menschen!", spricht Nehammer seinen Wirtschaftsplan an. Man lebe in einer globalisierten Welt. Jeder zweite Arbeitsplatz in Österreich hängt am Export. Jetzt brauche es eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Dafür "müssen die Lohnnebenkosten runter!"

Auch der Regulierungswahnsinn müsse stoppen, das sogenannte gold plating (Übererfüllen von EU-Mindesstandards) aufhören.

 16:42

Die Frage: Soll man applaudieren oder nicht?

Nehammer sagt, dass man gemeinsam durch "heftige Wogen" gegangen sei. Nicht alles war leicht oder sei gelungen.

Da sei die Frage: "Soll man applaudieren oder nicht?"

Dann sagt er, mit der Hand vor dem Herzen: "Redlichkeit in der Politik ist wichtig."

Dafür stehe er. Er wolle das Gute aus den Menschen holen, nicht das Schlechte, so wie die lautesten "Pöbler" auf der politischen Bühne.

 16:41

Kanzler: "Unpopuläres tun, weil es richtig ist"

Zur politischen Verantwortung, sagt der Kanzler, gehöre auch "unpopuläres tun, weil es richtig ist für das Land und die Menschen".

Nehammer sagt: "Dieses Jahr 2024 ist das Jahr der Entscheidung."

 16:38

Nehammers Gespräch mit einem jungen Bauern

Nach der Begrüßung erzählt Nehammer die Geschichte des jungen Bauern, dem er im Video die Hand gibt. Der junge Bauer fragte ihn, warum er den Hof seiner Eltern in dieser schweren Zeit übernehmen solle. Nehammer antwortete: "Das muss ich dir nicht sagen. Das weißt du selbst. In dir findest du die Antwort." Ihm selbst sei es ganz ähnlich gegangen, wie der in schwierigen Zeiten das Kanzleramt übernommen habe. Da musste er "Haltung zeigen, Halt geben und Orientierung zeigen."

 16:37

Nehammer betritt die Bühne

Unter tosendem Applaus, begleitet von heroischer Musik, betritt ÖVP-Parteichef und Bundeskanzler Karl Nehammer die Bühne.

Er verkündet jetzt seinen Österreich-Plan.

 16:33

Es wird dunkel im Saal - Film ab!

Ein Video beginnt. Bürger sprechen über Arbeit, Familie, Sicherheit.

 16:31

Stocker: "Wir wollen in einer freien Demokratie leben"

Stocker sagt: "Wir wollen in einer freien Demokratie leben".

Dann richtet er sich an Kanzler Nehammer, dessen Rede vor einer halben Stunde hätte beginnen sollen.

Stocker sagt zu Nehammer: "Du bist ein Bundeskanzler, auf den Verlass ist, nicht nur wenn die Sonne scheint, sondern auch wenn es stürmt."

Man werde ihn unterstützen, damit er noch lange Bundeskanzler bleibe.

Stocker, Plakolm und Wöginger verlassen die Bühne.

 16:29

"Anzeigen, Vorwürfe"

Nach der Schelte für die Klimakleber reißt Parteimanager Stocker wieder das Mikrofon an sich.

"Wir werden uns nicht beirren lassen von Anzeigen, Vorwürfen."

"Wir wollen keinen allmächtigen Staat à la Babler oder einen autoritären Staat à la Kickl."

 16:27

Plakolm bejubelt Pendlerpauschale

Die Klimakleber-Ideologie wird das Klima nicht retten, sondern die Wirtschaft und unsere Arbeitsplätze vernichten", sagt Plakolm. "Danke, dass ihr den Pendlern eine so starke Stimme gebt, ihr - liebe Funktionäre hier im Saal - die ihr auch für die AK-Wahlen kandidiert."

Und sie sagt: "Danke an die Bauern, dass sie um 6 Uhr aufstehen, sich nicht an den Asphalt kleben und arbeiten gehen."

 16:23

Der Plakolm-Plan: Strenge Strafen für Klimakleber

Die junge Staatssekretärin Claudia Plakolm genießt die Bühne: "Wir brauchen mehr Klimaschutz"

Das müsse man aber mit Hausverstand angehen.

Dann blendet man ein Foto von ihr ein, wie sie wartenden Autofahrern ein Frühstück gibt.

Sie erzählt ihren Plan, wie man das Klima - inklusive der Bauern - retten müsse.

Für Klimakleber brauche es harte Strafen.

 16:22

Moderator: "Das war eine Vorlesung"

Schließlich sagt der Moderator: "Das war eine Vorlesung von Herrn Professor Wöginger."

Anschließend wendet er sich an Plakolm mit einer Frage zu den Klimaklebern.

"Du bist die jüngste in der Runde, das ist nicht schwer, die Frage: Die sogenannte Letzte Generation sagt, wir tun nichts, stimmt denn das?"

 16:17

Wöginger spricht noch immer

Vor 20 Minuten hätte die Nehammer-Rede beginnen sollen.

Aber der ÖVP-Klubobmann hat sich in Rage geredet.

"Und das liebe Freunde"... schwört er die Funktionäre vor Ort ein.

Die TV-Zuseher warten weiter auf Nehammer.

 16:14

Stocker warnt vor Marxismus - "ein Hinweis für die Kommunalwahlen"

Parteimanager Stocker warnt mit bedeutungsschwerer Stimme: "Im Marxismus sind alle gleich - alle gleich arm."

Das sei auch "vielleicht ein Hinweis für die Kommunalwahlen", wo die KPÖ Plus heuer in Salzburg antritt.

 16:12

Nehammer redet immer noch nicht, dafür Babler

Vor einer Viertelstunde hätte die Kanzlerrede beginnen sollen. Um 16 Uhr. Bald soll es soweit sein.

Aber zuerst läuft noch ein Babler Video: "Ich bin Marxist, bin marxistisch orientiert"

 16:06

Nach Kickl kriegt auch Babler sein Fett ab

Was von Kickls Regierungszeit geblieben sei, fragt Wöginger. "Die Pferde, der blaue Teppich im Innenministerium und ein zerstörter Verfassungsschutz."

Dann geht es um SPÖ-Chef Andreas Babler.

Bablers Forderung nach einer 32-Stunden-Woche wird zerlegt - mit Lob für die Fleißigen. "Gott sei Dank gibt es Menschen, die arbeiten und die auch ehrenamtlich arbeiten", sagt Plakolm. "Wir müssen dafür sorgen, dass es attraktiv ist, die Ärmel nach oben zu krempeln."

 16:05

Taliban-Besuch der FPÖ eingeblendet

Die ÖVP zeigt "die FPÖ auf Taliban-Besuch" © oe24

In der Messehalle in Wels wird ein Foto des Taliban-Besuchs von FPÖ-Vertretern in Kabul, Afghanistan gezeigt. Tenor: Nicht nur die Russland-Politik, auch die Afghanistan-Politik der FPÖ sei grundfalsch.

 16:03

Weiter Prügel für Kickl: "Putin-Versteher"

Stocker sagt erneut: "Kickl ist ein Versager." Aber er sei auch ein Versteher, ein "Putin-Versteher". Er verstehe einen "Kriegstreiber", der für viel Leid, Tote und Trauer und extrem hohe Energiepreise verantwortlich sei.

Erneut das Lob für Nehammer, diesmal noch persönlicher: "Was das Land braucht, bist du, Karl."

 16:00

Umfragen-Erster Herbert Kickl "ist ein Versager"

Kickl stehe für Hetze, Polarisierung und dafür, die Menschen gegeneinander aufzubringen, sagt ÖVP-Parteimanager Christian Stocker: "Kickl ist ein Versager."

Dann das Lob an Nehammer: "Wir sind froh, dass du Kanzler bist." Applaus.

 15:58

"Kickl hat doppelt so viele Afghanen anerkannt wie Karner"

Schwenk auf die Migration. Wöginger sagt: "Kickl hat doppelt so viele Afghanen anerkannt wie Karner. Über siebeneinhalbtausend, unter Karner waren es circa die Hälfte."

 15:55

"Menschen sind an Pferde-Entwurmungsmittel gestorben"

Klubobmann Gust Wöginger feuert eine volle Breitseite gegen Kickl, der einst Ivermectin als Corona-Medizin angepriesen hatte.

"Menschen sind an diesem Pferde-Entwurmungsmittel gestorben!", poltert Wöginger. "Das ist keine Politik, das lehne ich ab!"

 15:51

Millionenshow-Frage: "Wendehals Kickl" forderte als erster Lockdown

Jetzt sind Parteimanager Christian Stocker, Klubobmann August Wöginger und Staatssekretärin Claudia Plakolm auf dem Podest.

Da wird eine Millionenshow-Frage eingespielt: "Wer hat zuerst den Lockdown gefordert?"

A: Pamela Rendi-Wagner, B: Herbert Kickl ....

Die Antwort folgt per Video, in dem FPÖ-Chef Herbert Kickl Anfang 2020 den Lockdown fordert.

"Wendehals Kickl" wollte als erster den Lockdown, sagt Wöginger.

An einen positiven Beitrag der FPÖ in der Pandemie kann sich Wöginger nicht errinnern.

Gibt sich aber kurz zerknirscht: "Wir haben gearbeitet, und wir haben Fehler gemacht."

So hört sich die ÖVP-Entschuldigung für strenge Corona-Maßnahmen in Wels an.

 15:47

Bilder vor Ort

Nehammer © APA

Nehammer © APA

Nehammer © APA

Nehammer © APA

 15:44

Jetzt spricht Stelzer: "Sind in entscheidender Phase"

Der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer spricht von geopolitischen Umwälzungen und sagt: "Wir sind in entscheidender Phase."

Es brauche Wertschätzung für die, die arbeiten.

Es brauche auch eine Absage an jene, die Vorschrift um Vorschrift durchsetzen wollen.

"Eine Absage an die, die eine Verbotskultur einführen wollen.

Eine Absage an jene, welche die Leute zu ihrem Glück zwingen wollen."

Ein Seitenhieb gegen Grün?

 15:42

Kuss-Show für seine Fans

nehammer © APA

Bundeskanzler Karl Nehammer gibt seiner Frau Katharina ein großes Bussi.

 15:39

"Alles Gute, lieber Reinhold"

Morgen feiert der ÖVP-Spitzenkandidat für die EU-Wahl, Reinhold Lopatka seinen 64. Geburtstag. "Alles Gute, lieber Reinhold", ruft man ihm zu, er erhebt sich und winkt. Die mitreißende Musik im Hintergrund schwillt an.

Dann wird Karl Nehammer begrüßt, bejubelt und beklatscht.

 15:36

Mitreißende Musik: "Wir sind immer da"

Zur Begrüßung heißt es, dass die ÖVP mit 1.500 Gästen gerechnet habe, aber jetzt 2.000 Besucher hier seien. Die anderen Parteien würden zittern, wenn die Volkspartei als "Familienpartei" in Fahrt komme, es sie die "Partei, die täglich arbeitet" und dann gibt es den Ruf: "Wir sind immer da!"

 15:34

Alle sind da - bis auf Kurz

Alle ÖVP-Prominenz ist in der Messehalle in Wels.

Nur einer fehlt.

Altkanzler Sebastian Kurz ist nicht da.

Er ließ mitteilen, dass er heute im Ausland sei.

 15:31

Nehammer trägt blaue Krawatte

Nehammer mit blauer oder türkiser Krawatte © oe24

Vorzeichen für Schwarz-Blau?

Nehammer trägt eine blaue Krawatte.

Oder ist es eine türkise?

 15:25

Nehammer begrüßt die ÖVP-Altvorderen

Äußerst herzlich begrüßt Nehammer den früheren OÖ-Landeschef Josef Pühringer und umarmt den früheren NÖ-Landeschef Erwin Pröll.

 15:23

Kanzler Nehammer trifft unter großem Jubel ein

Kanzler Karl Nehammer trifft unter großem Jubel ein, begrüßt viele Gäste, schüttelt Hände.

 15:22

Käsestangerl sind aus

Das Gourmet-Highlight in der Halle sind Käsestangerl. Die scheinen mittlerweile alle zu sein. Denn die Reihen vor dem Buffett lichten sich.

 15:18

Außenminister trifft Vorgängerin

Außenminister Alexander Schallenberg wird von der ehemaligen Außenministerin Benita Ferrero-Waldner begrüßt.

Die früheren ÖVP-Politikerin Maria Rauch-Kallat ist zu sehen.

Auch der ehemaliger Finanzminister und frühere ÖVP-Chef Josef Pröll ist da.

 15:16

Stelzer: "Bundeskanzler wird eine klare Ansage machen"

Der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer, sozusagen Hausherr in Wels, sagt oe24: "Der Bundeskanzler wird eine klare Ansage machen".

Außerdem: "Es wird Partner brauchen, um die Projekte umzusetzen."

Klar sei: "Wenn man vorne steht, hat man die Verantwortung und muss auch umsetzen."

Nach dem Interview eilt der Landeshauptmann schon Richtung Bühne, um die Grußworte zu sprechen.

 15:14

oe24.TV Reporterin Maybritt Illner: "Halle füllt sich"

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oe24.TV Reporterin Maybritt Illner berichtet: "Die Messehalle füllt sich".

Als nächstes gibt es ein Interview mit dem oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer.

 15:08

Das heutige Programm im Überblick

14 Uhr: Die Messehalle öffnet die Tore.

15 Uhr: Begrüßung. Das Programm soll mit einem Video starten. Anschließend gibt Grußworten von OÖ-Landeshauptmann Thomas Stelzer und dann ein Gespräch auf der Bühne mit Parteimanager Christian Stocker, Klubobmann Wöginger und Staatssekretärin Claudia Plakolm.

16 Uhr: Nehammer betritt die Bühne. Spricht 60 Minuten lang. Hält die lange angekündigte Rede.

17 Uhr: Ende und Ausklang

 15:03

Stimmung vor der Kanzlerrede in Wels

Die ersten ÖVP-Promis trudeln ein, langsam füllt sich die Welser Messe in Oberösterreich.

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ist zu sehen, der steirische Landeshauptmann Christopher Drexler begrüßt ÖVP-Klubobmann August Wöginger.

1.500 Zuseher sollen heute zur Kanzlerrede kommen. Es gibt Käsestangerl und betont gute Laune.