Am Sonntag tritt eine(r) von ihnen zurück

Salzburg-Wahl

Am Sonntag tritt eine(r) von ihnen zurück

Burgstaller oder Haslauer? Letzte Umfragen vor der Wahl: SPÖ und ÖVP gleichauf.

Wenn am Sonntag, um 17 Uhr die Wahllokale in Salzburg schließen, wird das politische Schicksal von Gabi Burgstaller und Wilfried Haslauer besiegelt sein: Denn, wer immer morgen als Zweiter durch das Ziel gehen wird, wird dann Geschichte sein.

Bei dieser dramatischen vorgezogenen Landtagswahl – nach dem Finanzdebakel in Salzburg – werden freilich sowohl SPÖ als auch ÖVP Verluste einfahren, so die Meinungsforscher. Die Frage, die wenige Stunden vor der Wahl nun alle Parteizentralen so bewegt: Wer wird mehr verlieren? Laut aktuellen Umfragen liegen SPÖ und ÖVP derzeit jedenfalls Kopf-an-Kopf. Noch ist alles möglich, nichts ist fix.

SPÖ-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller versuchte im Wahlkampf mit persönlichem Vertrauen zu punkten. Und die einst erfolgsverwöhnte Wahlkämpferin bat unter Tränen um Entschuldigung, dass das Land unzählige Millionen verspekuliert habe. Sollte sie als Landeshauptfrau abgewählt werden, würde sie die Politik verlassen, hat die Rote angekündigt.

Bei ihrem Wahlkampfabschluss am 1. Mai in Salzburg attackierte sie vor allem die ÖVP.

ÖVP kämpft bis zuletzt um „Turnaround“ im Land
Auch für Burgstallers einstigen Koalitionspartner und nunmehrigen VP-Herausforderer Wilfried Haslauer geht es am Sonntag immerhin, um „Alles oder nichts“. Haslauer hatte nach Aufliegen des Finanzdebakels auf vorgezogene Wahlen gedrängt. Er sieht die einzigartige Möglichkeit, dass die ÖVP erstmals seit 2004 Salzburg wieder zurück erobern könne.

Sollte der VP-Mann mit diesem Ziel scheitern, müsste der Landesobmann aber zurücktreten. Denn eine Neuauflage der Koalition mit Burgstaller wäre mit ihm nicht mehr möglich. Der schwarze Landeschef hält erst heute sein Wahlkampffinale ab.

Strache träumt von 20 Prozent in Salzburg
Sehr hohe Ziele hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache seinem Landeskandidaten, Karl Schnell, gesteckt. Er sehe die FPÖ „in Richtung 20 Prozent“ gehen, polterte Strache beim blauen Wahlkampfschluss in Salzburg.
Der Finanzskandal müsste eigentlich der Stoff sein aus dem blaue Wahlkampfträume gesponnen werden, doch es gibt am Sonntag starke Konkurrenz:
Gute Chancen haben etwa Salzburgs Grüne. Und auch Frank Stronachs Truppe könnte einen Erfolg erzielen.

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