Attacke von Fußi: Gudenus schlägt zurück

Social-Media-Krieg

Attacke von Fußi: Gudenus schlägt zurück

Der Politberater sorgte mit einem Tweet über den FPÖ-Klubobmann für Wirbel.

Auch nach der TV-Diskussion „Im Zentrum“ zum Thema Kopftuchverbot blieb die Stimmung angespannt. Denn auf Twitter wurden das Kopftuch und die Sendung stark thematisiert.

Besonders Talkgast Johann Gudenus lieferte mit seiner Verteidigung des geplanten Kopftuchverbots viel Zündstoff. Einer war besonders erzürnt. Politberater Rudi Fußi zeigte sich schockiert über die Aussagen des Freiheitlichen und tat seinem Ärger auf Twitter kund.

„Mir ist jeder Flüchtling am Arsch lieber als der Gudenus im Gesicht. Es ist inakzeptabel, dass derartige Hetzer in einer Regierung(spartei) unseres Landes sitzen“, twitterte der provokante Ex-SPÖ-Berater.

Am Montag meldete sich Gudenus auf Facebook und nahm zu der Attacke von Fußi Stellung. „Reaktion auf Im Zentrum zum Thema Kopftuchverbot: Schnappatmung bei abgehalfterten Beratern von SPÖ und Kern. Ich scheine den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben. Wir sind am richtigen Weg!“, schrieb er.

Verfassungsdienst hält Verbot in Volksschulen für zulässig

Der Verfassungsdienst hält ein Kopftuch-Verbot für Kinder in Kindergärten und Volksschulen aus grundrechtlicher Sicht für zulässig. In einem Kurzgutachten, das im Auftrag des Justizministeriums erstellt wurde und das der APA vorliegt, betont der Verfassungsdienst aber auch, dass ein solches Verbot religiöser Kopfbedeckungen für alle Glaubensrichtungen gelten müsste.

Kopftuchverbot an Schulen & Kindergärten

Die ÖVP-FPÖ-Regierung plant, das Kopftuch für Mädchen im Kindergarten und in der Volksschule zu verbieten. Dazu soll ein Gesetz "zum Schutz von Kindern vor Symbolen und Kleidungsstücken mit problematischen politischen, religiösen oder weltanschaulichen Hintergründen" ausgearbeitet werden, wie es im entsprechenden Ministerratsvortrag vom Mittwoch heißt. Es geht dabei etwa um "Symbole oder Kleidungsstücke, die zur Verhüllung oder Verbergung des Körpers aufgrund des Geschlechts diskriminierend eingesetzt werden".

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