Polit-Eskalation

Außenministerium warnt vor Türkei-Reisen

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Das Außenministerium hält ­eine Verschärfung der Lage in der Türkei für realistisch.

„Faschisten“, „Bananenrepublik“ oder „Ihr werdet den Preis dafür bezahlen“ – die Vorwürfe und Drohungen aus der Türkei Richtung Europa wurden in den vergangenen Tagen immer heftiger. Zurücknehmen will keiner der Akteure seine Worte.

Völlige Eskalation nach 
Ausweisung von Ministerin

Hintergrund ist das Verbot von Wahlveranstaltungen türkischer Politiker für das Referendum von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan in den Niederlanden. Eine Ministerin wurde sogar des Landes verwiesen.

Deeskalation ist keine in Sicht. Jetzt fordert die EU-Kommission Ankara zur Beruhigung auf. Johannes Hahn, österreichischer Kommissar: „Die EU ruft die Türkei auf, auf überzogene Aussagen und Handlungen zu verzichten.“

Die Lage ist äußerst prekär, jetzt hat auch das österreichische Außenministerium reagiert. In den aktuellen Reise­hinweisen wird vor einer möglichen weiteren Eskalation der Lage gewarnt: „Eine Verschärfung, zum Beispiel Festlegung einer Ausgangssperre, kann jederzeit und kurzfristig erfolgen“, steht auf der Internetseite des Ministeriums.

Warnung vor Gefahren 
knapp vor Referendum

Vor möglichen Gefahren wird auch in Hinblick auf das Referendum am 16. April gewarnt (genau dafür wollten die türkischen Politiker in Europa werben): „Im Zuge des Wahlkampfes und im Umfeld der Abstimmung können Demonstrationen, Gewalt und Unruhen nicht ausgeschlossen werden.“

Reality-Check: Der Tourismus ist derzeit völlig abgesackt. Heuer gibt es bereits ­einen Rückgang um nahezu 50 %. „Reisende wollen nicht einmal mehr in Istanbul umsteigen“, heißt es vom Online-Reisebüro joe24.at.

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