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Ab Donnerstag

Corona oder Grippe: Hier können sich Wiener testen lassen

Die Terminvereinbarung ist ab sofort online möglich. Bis Anfang Dezember sollen 30 derartige Anlaufstellen in der ganzen Stadt aufgestellt werden.

In Wien gibt es nun für Menschen, die sich nicht sicher sind, ob sie Schnupfen, die Grippe oder eine Corona haben, eine weitere Möglichkeit, sich rasch und unkompliziert testen zu lassen. Am morgigen Donnerstag eröffnen die ersten sogenannten Checkboxen, ein Standort befindet sich in Favoriten beim Laaerbergbad, ein weiterer am Mildeplatz in Ottakring. Dabei handelt es sich um Container-Ordinationen, in denen auch Ärzte anwesend sind.

"Das ist eine Maßnahme, die dazu dienen soll, unsere niedergelassenen Ordinationen zu entlasten", erklärte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bei einem Medientermin am Mittwoch die Idee hinter den Checkboxen. Ziel ist, die Gesundheitseinrichtungen soweit als möglich frei von Corona zu halten, einerseits um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen und damit nicht Wartebereiche selbst zu Orten von Covid-19-Ansteckungen werden.

Corona oder Grippe: So funktionierts

Das Projekt wurde in Kooperation mit der Ärztekammer entwickelt, die eingesetzten Mediziner stellt der Ärztefunkdienst. In den Ordinationscontainern sollen in Zeiten von Schnupfen und Grippe symptomatische Personen sofort per Schnelltest auf eine Corona Infektion überprüft werden. Ist das Ergebnis negativ, bekommt man an Ort und Stelle gleich eine Behandlung durch den anwesenden Arzt bzw. die Ärztin. Im Fall eines positiven Resultats, also einer nachgewiesenen Corona-Infektion, wird vom dortigen Mediziner einer Absonderung ausgesprochen und der Patient muss sich in Quarantäne begeben.


Plan ist, bist Anfang Dezember 30 solcher Ordinationscontainer in der ganzen Stadt verteilt aufzustellen. Will sich jemand dort testen lassen, muss zuvor ein Termin über die Webseite des Ärztefunkdienstes (http://www.141wien.at) ausgemacht werden. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Termine gibt es täglich zwischen 7.00 und 19.00 Uhr in Zehn-Minuten-Slots. "Wir ersuchen um Verständnis, dass man nicht einfach herkommen kann. Wir wollen nicht, dass es lange Warteschlangen gibt und die Menschen dann mit Schnupfen und Husten auch noch in der Kälte frieren", so Hacker.

Der Vizepräsident der Wiener Ärztekammer, Johannes Steinhart, sieht in den Checkboxen eine sehr gute Lösung, um den Patientenfluss zu regeln und gleichzeitig die Sicherheit in Ordinationen und Ambulanzen zu gewährleisten. "Die anderen kranken Menschen sind ja nicht weg. Die alle sollen ja jetzt weiter in die Ordinationen gehen. Wir können keine Kollateralschäden brauchen und gleichzeitig müssen wir die Pandemie im Griff haben."

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