Aufatmen bei Österreichs Autofahrern: Nach den massiven Teuerungen der vergangenen Wochen verzeichnen die heimischen Tankstellen nun einen spürbaren Preisrückgang. Dennoch warnen Experten vor drohenden Engpässen.
Die aktuellen Zahlen zeigen eine leichte Entspannung am Treibstoffmarkt. Die Preise für Benzin und Diesel sind gesunken, was vielen Pkw-Lenkern beim Blick auf die Zapfsäule eine kurze Verschnaufpause verschaffen dürfte. Im Detail liegt der durchschnittliche Preis für einen Liter Diesel aktuell bei 2,172 Euro, während für einen Liter Benzin 1,765 Euro fällig werden.
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Auch wenn das Preisniveau im historischen Vergleich weiterhin hoch bleibt, ist der aktuelle Rückgang ein positives Signal für die heimische Wirtschaft und die Geldbörsen der Pendler.
Tempo-100-Debatte geht weiter
Trotz der sinkenden Preise an den Tankstellen ist die Gefahr von Treibstoff-Engpässen noch nicht vom Tisch. Experten warnen weiterhin davor, dass es aufgrund internationaler Lieferengpässe schon in wenigen Wochen zu Ausfällen kommen könnte.
Aus diesem Grund rücken drastische Sparmaßnahmen nicht aus dem Fokus. Die Rufe nach einem generellen Tempolimit von 100 km/h auf allen heimischen Autobahnen werden trotz der Preisentspannung merklich lauter. Befürworter sehen in einem Tempolimit die einzige kurzfristige Möglichkeit, den Verbrauch der heimischen Flotte effektiv zu drosseln.
Die Autofahrerclubs wie der ÖAMTC warnen jedenfalls weiterhin vor Schnellschüssen und fordern durchdachte Konzepte statt eines plötzlichen Tempo-Diktats. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich der Trend der sinkenden Spritpreise fortsetzt und ob die Politik angesichts der Entspannung von strengen Tempolimits Abstand nimmt.