Die Krise der ÖVP beschleunigt sich

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Die Krise der ÖVP beschleunigt sich

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In der ÖVP herrscht Katerstimmung. Kann Nehammer den Absturz noch stoppen?

Toxische Mischung. Ein Rückzug aus gesundheitlichen Gründen – siehe links – wie ihn jetzt Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner einlegt, ist in der Politik nicht neu. Auch der einstige grüne Gesundheitsminister Rudolf Anschober hatte sich als Landesrat wegen eines Burnouts für ein paar Monate als Landesrat beurlauben lassen. Aber: Erstens hängen über Wallner Ermittlungen, zweitens gehe es um das Gesetz der Serie, sagen nun selbst ÖVP-Strategen.

Immer mehr Rücktritte – Bundeskanzler, Minister, Landeshauptleute – die vielen Ermittlungen gegen einstige oder noch aktive ÖVP-Politiker und die brisante Teuerung würden zunehmend „zur toxischen Mischung für uns“.

In der ÖVP geht man zwar davon aus, dass „Durchschnittsbürger den U-Ausschuss nicht wirklich verfolgen würden“, aber permanent negative Schlagzeilen in akuten Krisenzeiten, würden zum Umfrage-Absturz der ÖVP führen.

Nehammer als "Nachlassverwalter von Kurz"

Unmut. In der türkis-schwarzen Welt wird die Wut auf Rot und Blau, die „immer alles skandalisieren“ würden, immer größer. Das halte die Reihen noch geschlossen. Allerdings, warnen erfahrene ÖVP-Politiker, werde diese Stimmung früher oder später auch in den eigenen Reihen umschlagen.

Nehammer werde als „Nachlassverwalter von Kurz angesehen“, sagt ein ÖVP-Insider. Die Liebe zum einstigen Wahlgewinner der ÖVP ist bereits mehr als erkaltet. Das sei „derzeit noch die Chance von Nehammer“. Viele hätten „Mitleid mit ihm“. Sollte der Umfrage-Absturz sich fortsetzen, werde aber der Unmut gegen ihn steigen, sagt ein ÖVPler. So ist eben Politik.

  

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