Rennen um Hofburg wird Schlammschlacht

Hofer gegen van der Bellen

Rennen um Hofburg wird Schlammschlacht

Kommende Woche startet die Intensivphase im Wahlkampf um die Präsidentschaft.

Bislang hielten 
sich beide Kandidaten bemüht zurück. Sowohl Alexander Van der Bellen als auch FPÖ-Kandidat Norbert Hofer setzten beim mittlerweile vierten Wahlkampf um die Hofburg auf Samtpfoten statt Bihänder. Das dürfte sich im Countdown zur Wahl nun massiv verändern:

Ab kommender Woche startet der Intensivwahlkampf für den Blauen und den Ex-Grünen-Chef, die nicht unterschiedlicher sein könnten.

Diese Taktik verfolgen Hofer und Van der Bellen

Ihr Problem: Das Interesse an der Bundespräsidentenwahl ist derzeit eher enden wollend. Nun versuchen beide Seiten, zu emotionalisieren:

  • Für Hofer steigt jetzt FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in den Ring. Seine Taktik ist klar: Er will Hofer – die FPÖ plakatiert gerade „So wahr mir Gott helfe“ – als Kämpfer für die „christliche Leitkultur“ gegen in Österreich nichtexistente „bürgerkriegsähnliche Zustände“ in Stellung bringen. Van der Bellen soll nun bis zur Wahl am 4. Dezember in sämtlichen Reden und Auftritten als „Atheist“, als „Teil der linken Schickeria“, als „das System“ dargestellt werden. So will die FPÖ sowohl ihre Kernklientel als auch ÖVP-Wähler ansprechen.
  • Das Wahlkampfteam von Van der Bellen möchte angesichts dieser Angriffe nicht nur die andere Wange hinhalten. Der Wirtschaftsprofessor wird ebenfalls versuchen, Ängste auszulösen: vor einem blauen Bundespräsidenten und einer „extremen Spaltung“ der Gesellschaft. Das Team Van der Bellens möchte verstärkt Strache und dessen jüngste Provokationen in den Mittelpunkt rücken.
  • Die Blauen wiederum wollen Van der Bellen als „international ohne Kontakte“ darstellen, während Hofer bereits auf „Staatsbesuche“ in Ostländer fahre. Und die FPÖ möchte VdB, der als „Unabhängiger“ antritt, wieder verstärkt als Grünen darstellen.
  • Van der Bellen hingegen warnt vor der „interna­tionalen Isolierung“ und einem Schaden für den Standort Österreichs im Falle eines Wahlsieges von Hofer.


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