Sarkozy kämpft 
um sein 
Überleben

Stichwahl

Sarkozy kämpft 
um sein 
Überleben

Rechte entscheiden das Präsidenten-Duell.

Für François Hollande (57) war die Nacht kurz: Um 3.30 Uhr kam er von der Party aus dem sozialistischen Hauptquartier zurück in seine Wohnung. Schon um 10 Uhr versammelte er gestern wieder seine Vertrauten in Paris zu Beratungen. „Ich habe 1,5 Prozentpunkte Vorsprung vor Sarkozy, aber der Wahlkampf geht jetzt erst neu los“, zeigte sich der Gewinner vom ­ersten Wahlgang um das Präsidentenamt demütig.

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Das Resultat

Denn: Erst in der Stichwahl am 6. Mai entscheiden 44,5 Millionen, wer Frankreichs neuer Präsident wird. Laut Ipsos-Umfrage würde Hollande am 6. Mai 54 Prozent erhalten. Der amtierende Präsident Nicolas Sarkozy nur 46 Prozent. Aber noch ist alles offen.

Sarkozy, der am Sonntag Zweiter wurde, beriet am Montag ebenfalls mit seinem Team, wie er doch noch gewinnen könne.

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Aktuelle Umfrage

Die neue Königsmacherin ist aber die Frontfrau des extrem rechten Front National, Marine Le Pen. Sie erzielte 18 Prozent. Ihre Wähler werden nun entscheiden, ob Sarkozy im Élysée-Palast bleiben darf oder ob dort der Sozialist François Hollande einziehen wird. Ihr Vater Jean-Marie Le Pen sagt jedoch im ÖSTERREICH-Interview: „Sie sollte alles tun, damit Sarkozy verliert.“

Präsident Sarkozy hatte bereits im ersten Wahlkampf heftigst um Le-Pen-Wähler gebuhlt. Einen Kurs, den er in den kommenden 13 Tagen noch verstärken wird. Derzeit würden – laut Ipsos-Umfrage – 60 Prozent der Le-Pen-Wähler Sarkozy wählen. Die Linke steht geschlossen hinter Hollande. Parteichefin Marine Le Pen wird aber erst bei einer Kundgebung auf der Place de l’Opera am 1. Mai ihre Wahlempfehlung abgeben.

"Gute Karten für Hollande"
„Hollande hat größere Siegeschancen als Sarkozy“, sagt Politologe Filzmaier.
ÖSTERREICH
: Würde ein Sieg von Hollande die Politik in Europa verändern?
Peter Filzmaier:
Kaum, die deutsch-französische Achse wird auch unter Hollande funktionieren, obwohl Merkel jetzt klar auf Sarkozy-Seite steht. Das beste Beispiel dafür ist die enge politische Freundschaft zwischen François Mitterrand und dem damaligen deutschen CDU-Kanzler Helmut Kohl.

ÖSTERREICH: Wer wird die Stichwahl gewinnen?
Filzmaier:
Hollande hat sicher die besseren Karten. Er wird alle linken Stimmen kriegen. Buhlt Nicolas Sarkozy hingegen offen um die Stimmen der radikalen Rechten, wird er wohl Wähler der gemäßigten Mitte verlieren.

Diashow: Herausforderer Hollande wählt

Der Herausforder des amtierenden Präsidenten wählte in Tulle (Zentralfrankreich).

Der Herausforder des amtierenden Präsidenten wählte in Tulle (Zentralfrankreich).

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Der Herausforder des amtierenden Präsidenten wählte in Tulle (Zentralfrankreich).

Der Herausforder des amtierenden Präsidenten wählte in Tulle (Zentralfrankreich).

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