Umfrage

Die Wunsch-Regierung der Österreicher

Die Österreicher haben gewählt: Eine aktuelle Gallup-Umfrage für ÖSTERREICH zeigt, wer in Zukunft in die Ministerien einziehen soll.

Am 11. Jänner 2007 soll die neue Regierung angelobt werden. In einer exklusiven Gallup-Umfrage haben wir die Österreicher befragt, wie ihre Wunschregierung aussehen soll. Die Resultate: Gute Karten hat klar der zukünftige Bundeskanzler Alfred Gusenbauer bei den Österreichern: 39 Prozent der Befragten meinen, dass er sein Amt besser ausüben wird, als Wolfgang Schüssel.

Vizekanzler Pröll
Als Vizekanzler in der Regierung unter SP-Kanzler Alfred Gusenbauer wollen die Österreicher den jetzigen ÖVP-Landwirtschaftsminister Josef Pröll sehen. 38 Prozent meinen, er wäre im Vergleich zu VP-Chef Wolfgang Schüssel (19 Prozent Zustimmung) oder Finanzminister Grasser (15 Prozent Zustimmung) der bessere Vizekanzler. Allerdings: Ganz soll Wolfgang Schüssel nach Meinung der Befragten nicht in Pension gehen: 50 Prozent sprechen sich dafür aus, dass der scheidende Kanzler der heimischen Politik auch weiter erhalten bleibt.

Finanzminister Grasser
Eindeutig auch das Ergebnis, wer in Zukunft Chef im Finanzministerium sein soll: 51 Prozent der Befragten wollen auch in Zukunft, dass Karl-Heinz Grasser die Geschicke dort lenkt. Vor allem Frauen sind von Grasser angetan: 53 Prozent der weiblichen Befragten wollen in Zukunft nicht auf einen Minister Grasser verzichten.

Weit abgeschlagen ist Grassers SP-Pendant Christoph Matznetter. Nur 13 Prozent sehen in ihm einen guten nächsten Finanzminister. Interessant: Für Wolfgang Schüssel als kommenden Finanzminister sprechen sich nur 3 Prozent der Befragten aus. Dabei ist für die Österreicher klar: Das Finanzministerium soll nicht von der ÖVP zur SPÖ wechseln. 50 Prozent wollen, dass das Finanzministerium in ÖVP-Hand bleibt.

Bildungsminister Broukal
Auch wenn „Mr. PISA“ Günter Haider als Favorit für das Bildungsministerium gilt, sehen das die Österreicher anders. 46 Prozent wollen den SPÖ-Bildungssprecher und Ex-ORF-Moderator Josef Broukal als neuen Bildungsminister. Dass das Bildungsministerium ganz klar an die SPÖ geht, sprechen sich 56 Prozent der Befragten aus.

Wirtschaftsminister Leitl
Top-Favorit für das Wirtschaftsministerium ist, wenn es um die Gunst der Österreicher geht, Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl. Sensationelle 58 Prozent der Österreicher halten ihn für ministrabel. Das ist der absolut höchste Wert für einen Nicht-Politiker.

Gesundheit für Meryn
Für das Amt des Gesundheitsministers ist der Arzt Dr. Siegfried Meryn nach Ansicht der Österreicher der beste Kandidat: 30 Prozent sehen ihn als Top-Kandidat für das Amt. Damit liegt er beispielsweise vor ORF-Moderatorin Vera Russwurm (22 Prozent Zustimmung). 46 Prozent der Befragten wollen zudem ganz klar, dass das Gesundheitsministerium in Zukunft weg von der ÖVP und Ministerin Maria Rauch-Kallat hin zur SPÖ wechselt.

Justizministerin Schmidt
Klar ist auch: Die Österreicher wollen, dass das Justizministerium parteiunabhängig geführt wird: 71 Prozent der Befragten bestehen auf einen parteiunabhängigen Justizminister. Und auch bei der Person sind sich die Österreicher bereits sicher: 50 Prozent wollen, dass die Ex-LIF-Chefin Heide Schmid als Chefin ins Justizministerium einzieht.

Sozialministerium an SPÖ
Bei der Vergabe der Ministerien zeigt sich, dass jene Ministerien, die sich um die Bereiche Soziales, Bildung oder Gesundheit drehen nach dem Wunsch der Österreicher in Zukunft von der SPÖ geführt werden sollen. Frauen wie Männer sind dieser Meinung. Das Sozialministerium selbst sehen sogar 73 Prozent am liebsten in den Händen des Teams von SPÖ-Chef Gusenbauer.

Regierung hält
Sollte es Anfang 2007 tatsächlich zur Bildung einer Großen Koalition kommen, dann ist für die Österreicher klar: Diese Regierung wird halten. 45 Prozent meinen, dass erst im Jahr 2010 – und damit erst nach Ende der regulären Legislaturperiode – wieder gewählt wird. Nur 20 Prozent der Befragten geben der Großen Koalition nur ein Jahr Lebensdauer. Dass das rot-schwarze Bündnis zwei Jahre, also die Hälfte einer regulären Periode, dauern wird, davon gehen 21 Prozent aus.

Sonntagsfrage: SPÖ-Minus
Bei der aktuellen Sonntagsfrage gibt es diese Woche eine leichte Verschiebung zu Ungunsten der SPÖ: Sie verliert einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche und ist bei 39 Prozent. Damit liegt die SPÖ aber immer noch deutlich über dem Wahlergebnis (35,3 Prozent).

VP weiter unverändert
Keine Veränderungen gibt es bei der ÖVP im Vergleich zur Vorwoche: Mit 34 Prozent bleibt die Volkspartei weiterhin unter dem Wahlergebnis von 34,3 Prozent.



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