Jet-Ausstieg

Eurofighter: Das sind die Nachfolger

Verteidigungsminister Doskozil sucht eine günstige Alternative für den Eurofighter.

Im Verteidigungs­ministerium will man zur Causa prima gar nichts sagen. Kein Wunder: SPÖ-Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil dürfte das Aus für den sündteuren Eurofighter (eine Flugstunde kostet bis zu 80.000 Euro) verkünden. ÖSTERREICH-Recherchen haben ergeben: Die Luftraumüberwachung soll künftig nur noch von einem System erledigt werden – derzeit teilt sich diese Aufgabe der Eurofighter mit dem Uralt-Saab 105 Ö. Hier die möglichen Nachfolger:

■ Jet-Trainer Leonardo M 346: Wäre wohl die kostengünstigste Variante, der italienische Jet ist auch bewaffnet zu bekommen, die Flugstunde kommt auf nur 10.000 bis 15.000 Euro. Aber: Leonardo schafft im Steigflug keine Überschallgeschwindigkeit, wie Militärluftfahrtexperte Georg Mader betont. Und Doskozil hatte ausdrücklich betont, dass der Luftraum mit Überschall-Jets überwacht werden müsse. Bleiben laut dem Experten zwei Alternativen:

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Eurofighter: Das sind die Nachfolger

■ Gripen: Der Schweden-Jet war schon seinerzeit gegen die Eurofighter im Rennen. Da aber die neueste Variante nicht viel billiger ist, müssten gebrauchte bzw. ältere Varianten geordert werden.

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■ F 16 Fighting Falcon: Ähnliches gilt auch für den US-Jet von Lockheed, der schon 4.570 Mal über den Ladentisch gegangen ist.

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Doch egal wer das Rennen macht: Trainings-Jets werden laut Mader auch künftig nötig sein. (gü)



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