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Suche nach Rekruten

Heer warb für "Spritztour im Panzer"

Darabos machte dem eigenwilligen Werbestreifen den Garaus.

Das österreichische Bundesheer ist offenbar verzweifelt auf der Suche nach Rekruten. Auf der eigenen Homepage wurde ein etwas eigenwilliger Werbespot geschalten: "Na Mädels, Lust auf ne Spritztour", fragt da ein im Panzer anbrausender Jüngling eine Gruppe Mädchen, die daraufhin den glatzköpfigen Macho im Sportwagen stehen lässt und dem Militärfahrzeug hinterherrast ("Vergiss es, ich will mit große Dinger fahren"). Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) hat den Spot mittlerweile von der Website entfernen lassen.

"So deppert, schon wieder genial"
Das Bundesheer hatte den Spot ursprünglich verteidigt: "Unser Clip ist so deppert, dass er schon wieder genial ist", fand Oberst Johann Millonig von der Heeres-Marketingabteilung im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung". Darabos war er offenbar zu "deppert". Er ließ ihn entfernen - als Reaktion "auf die aktuelle Sexismus-Kritik am Inhalt des Spots". Die Werbung wird auch nicht in österreichischen Medien geschaltet werden: "Das Österreichische Bundesheer will im Rahmen ihrer Info-Kampagnen keine Gefühle verletzen."

Remake
Der Spot sollte Werbung für das Bundesheer im Rahmen der Aktion "Heer 4 You" machen. Das Filmchen ist freilich ein Remake. Die ukrainische Armee hat den selben Spot freilich mit anderen "Schauspielern" geschalten. In Österreich setzte man auf Laien-Darsteller. Für die Produktion wurden laut "Süddeutscher" der Türsteher einer Diskothek in Krems als Audi-Fahrer sowie vier Hotelfachschülerinnen gebucht.



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