Norbert Hofer

Politik

Hofer geht von Verschiebung aus

Innenministerium: Keine neuen Informationen - FPÖ hält an Wahlkampfauftakt fest.

FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer geht bereits fix von einer Verschiebung der Wiederholung der Hofburg-Stichwahl aus. "Offenbar muss die Präsidentschaftwahl ein weiteres Mal auch verschoben werden", sagte Hofer am Freitagnachmittag in einem Facebook-Video.

"Es gibt einen neuen Termin, weil die Organisation schon wieder nicht funktioniert hat, weil die Republik nicht in der Lage ist, Wahlen ordnungsgemäß auszuführen", kritisierte Hofer. "Wir wünschen uns einfach unser Österreich zurück."

Ob Hofer sich bei der Aussage zur Terminverschiebung auf konkrete ihm vorliegende Infos stützt oder es sich lediglich um eine Annahme von ihm handelt, sagte er in dem Video nicht.

Laut Innenministerium gibt es keine neuen Informationen - auch nicht an die Kandidaten. Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) will am Montagvormittag vor die Presse treten. Davor soll es keine Auskünfte geben.

Wähler sollen sich nicht entmutigen lassen

Seine Facebook-Freude forderte Hofer auf, sich angesichts des "überaus turbulenten und schwierigen Tages" nicht entmutigen zu lassen. "Bitte seid nicht verzagt wegen des neuen Wahltermins", so Hofer. Er sei überzeugt, dass am Ende dieses schwierigen Jahres ein positives Ergebnis stehen werde.

Hofer ist in dem Video mit Auto auf dem Weg nach Wels, wie er sagte. Dort soll am Samstag sein offizieller Wahlkampfauftakt stattfinden. Hofer hat seine Auftaktveranstaltung im Gegensatz zum Grünen Alexander Van der Bellen bisher nicht abgesagt. Eine Absage sei auch jetzt nicht geplant, hieß es auf APA-Anfrage aus der FPÖ-Pressestelle.

Unterdessen übt der FPÖ-Anwalt und frühere Justizminister Dieter Böhmdorfer in der "Presse" (Samstagsausgabe) harte Kritik an Sobotka und Wahlleiter Robert Stein. Die Pannen seien ein "peinliches Debakel". Für eine neuerliche Anfechtung gebe es "keine Anzeichen", so Böhmdorfer. "Ich habe keinen Auftrag, Material zu sammeln."