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Brief

Holenders "Idomeneo"-Absage

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Staatsoperndirektor Ioan Holender holt den Berliner "Idomeneo" nicht nach Wien. Lesen Sie Hier seine Gründe.

Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny schlug in ÖSTERREICH vor, den wegen Terror-Angst abgesetzten Berliner Idomeneo nach Wien zu holen. Staatsoperndirektor Ioan Holender schrieb ihm jetzt folgende Absage:
"(...) Ich muss nicht nachdenken, ob es für die Wiener Staatsoper im Bereich des Möglichen liegt, die 'Idomeneo'-Produktion der Deutschen Oper Berlin in der Regie von Hans Neuenfels einzuladen, weil ich diese Absicht aus mehreren Gründen nicht habe.
Der Wert eines Kunstwerkes liegt meiner Ansicht nach immer noch einzig und allein in dessen Qualität. Ich kenne diese Produktion, da ich sie in Berlin gesehen habe. Sie jedoch als Demonstration gegen die verfehlte Überreaktion einer deutschen Kollegin nach Wien zu holen, kommt für mich nicht in Frage (...) Und nur, weil ich wahrscheinlich der Einzige in Wien bin, der diese Produktion kennt: Die vom Regisseur imaginierte und gezeigte Köpfung der drei Religionsvertreter findet am Ende der Vorstellung statt und dauert in etwa 60 Sekunden (...)“

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