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Bankomat-Banden

Innenministerium richtet SOKO ein

Die Innenministerin hofft auf "klare Ergebnisse in den kommenden Monaten".

Eine eigens eingerichtete SOKO soll nun nach zahlreichen zum Teil spektakulären Bankomat-Delikten in Österreich die Ermittlungen vorantreiben. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (V) hofft auf "klare Ergebnisse in den kommenden Monaten", wie sie am Freitag betonte. Durch die Maßnahme soll das Wissen gebündelt und der Druck erhöht werden, so die Ressortchefin.

Kein einziger von 34 Vorfällen geklärt
Zufrieden mit dem Zwischenstand nach gesprengten, aufgeschnittenen und herausgerissenen Bankomaten in mehreren Bundesländern sowie mehreren gescheiterten derartigen Coups kann die Ministerin wohl nicht sein: "Es gab 34 Vorfälle in den vergangenen eineinhalb Jahren, kein einziger Vorfall ist geklärt", sagte sie. "Wir wissen, dass es mehrere Tätergruppen gibt. Es liegen außerdem zahlreiche Fakten und Indizien vor."

Ab 1. Juni nimmt die SOKO Bankomat ihre Arbeit auf. Diese besteht aus 14 Beamten - zwei aus dem Bundeskriminalamt (BK) und jeweils zwei aus den Landeskriminalämtern der betroffenen Bundesländer. Die Leitung übernimmt das BK, dort werden die Aktivitäten koordiniert. Laut Mikl-Leitner soll es auch engen Kontakt mit ausländischen Behörden geben.

Seit 2010 müssen sich die österreichischen Kriminalisten vermehrt mit Bankomat-Diebstählen beschäftigen. Die Täter schlugen zunächst vor allem in Niederösterreich und im Burgenland zu, Mitte Oktober gab es auch einen Fall in der Steiermark und einen im oberösterreichischen Attergau. Seit 2011 wurden auch drei Geldautomaten in Wien gesprengt, Anfang Mai blieben derartige Versuche in Niederösterreich und im burgenländischen Sigleß erfolglos. Der slowakischen Polizei ist heuer ein Schlag gegen eine Gruppe gelungen, die sich auf den Diebstahl von Geldautomaten spezialisiert hat. Bisher gibt es keine Hinweise auf Tätigkeiten dieser Bande in Österreich.

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