"Endspielsieg"

Jeannée: Wirbel um NS-Anspielung

Jeannée: Wirbel um NS-Anspielung
© APA/HERBERT PFARRHOFER
Der Kolumnist wandelte die erste Strophe des Deutschlandlieds ab.
OE24 auf Google bevorzugen

"Krone"-Kolumnist Michael Jeannée sorgt wieder für Aufregung: In seiner Kolumne "Post von Jeannée" befasste sich der Journalist am Dienstag mit dem Fußball-WM-Semifinale zwischen Brasilien und Deutschland. Er wandelte dabei das Deutschlandlied ab, zitierte ein altes SA-Kampflied und sehnte den "Endspielsieg" herbei. Der "Krone" ging das zu weit, sie strich wesentliche Passagen über Nacht.

"Endspielsieg"
"Ich glaube an den deutschen Fußball, ich liebe ihn. Seine Kraft und Leidenschaft. Sein Aufbäumen in scheinbar aussichtsloser Situation. Seine Genieblitze. Seine schwarz-rot-goldene Geschlossenheit. Seine deutschen Tugenden in elf Sportlern. Daher: Heute die Brasilianer und morgen die ganze Fußballwelt. Mit einem Endspielsieg in Rio", so der "Krone"-Postler in der Abendausgabe. Mit den beiden Schlusssätzen spielte Jeannée auf alte Nazi-Diktion an. Zum einen auf das SA-Kampflied "Es zittern die morschen Knochen", wo es unter anderem "Denn heute, da gehört uns Deutschland. Und morgen die ganze Welt" heißt, zum anderen auf den immer wieder von den Nationalsozialisten herbeifantasierten "Endsieg".

Jeannée: Wirbel um NS-Anspielung
© Kronen Zeitung Faksimile

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden