Justiz-Wirbel um FPÖ-Graf

ÖVP und Grüne empört

Justiz-Wirbel um FPÖ-Graf

Staatsanwalt ermittelt - Grüner (!) verteidigt ihn.

SPÖ und Grüne forderten am Mittwoch erneut den Rücktritt Grafs. Wie berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien in der sogenannten Stiftungsaffäre gegen den FPÖ-Politiker wegen des Verdachts des schweren Betrugs bzw. Untreue. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Indes gerät die Staatsanwaltschaft Wien selbst ins Visier: Sie nahm die Untersuchungen auf, ohne den Nationalrat um die Auf­hebung der parlamentarischen Immunität des FPÖ-Politikers zu ersuchen. Dieser Umstand rief ausgerechnet den Grünen Karl Öllinger auf den Plan – der als einer der schärfsten Kritiker Grafs gilt: „Das ist sehr irritierend“, weil nur das Parlament Ermittlungen in solchen Fällen erlauben könne: „Das ist schlicht eine Katastrophe.“ Warum er auf einmal Graf verteidige? Öllinger: „Ich verteidige seine Rechte.“ Man gebe der FPÖ nur einen Vorwand, sich als Opfer der Justiz darzustellen. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer billigte allerdings die Vorgangsweise der Staatsanwaltschaft.

Anzeige gegen Politiker 
ist ein Zeitungs-Artikel
Tatsächlich präsentiert sich Graf auf seiner Homepage unzensuriert.at bereits vorsorglich als Opfer und zeigte einen beschmierten Zeitungsartikel, der als Anzeige gedient haben soll. Jedenfalls nahm die Justiz die Vor­würfe so Ernst, dass sie jetzt ermittelt.

Mini-Kicker schikaniert
Diese ÖSTERREICH-Story ist das Gesprächsthema in Wien-Donaustadt: Der Fußballverein Hellas Kagran (Präsident Martin Graf) will vom elfjährigen Mini-Kicker Armin I. 360 Euro. Armin durfte bei Hellas nicht spielen, weil er zu schwach sei: Daraufhin suchte er sich einen neuen Verein. Jetzt verlangt Hellas eine „Ablöse“: Graf wollte zu der Affäre nicht Stellung nehmen.

 

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