Kurz: ''So will ich Mama und Papa schützen"

Kanzler ganz privat

Kurz: ''So will ich Mama und Papa schützen"

Trotz schrittweiser Lockerung der Maßnahmen gibt es keinen Grund für Entwarnung. Wie wichtig vor allem das Osterwochenende wird, erklärte der Bundeskanzler und gab dabei private Einblicke.

In Österreich ist ein positiver Trend im Hinblick auf die Coronakrise zu erkennen, allerdings ist die Gefahr trotz Ankündigung der Lockerung der Maßnahmen noch lange nicht gebannt. Zwar öffnen Geschäfte schrittweise ab 14. April, aber die Ausgangsbeschränkungen gelten weiterhin. Besonders jetzt über Ostern wird striktes Fernbleiben verlangt. Es sei immer noch eine entscheidende Woche, betonte auch Bundeskanzler Sebastian Kurz. "Ich vertraue darauf, dass jeder einzelne ein Interesse daran hat, seine Lieben nicht zu gefährden, so der Regierungschef in einer Pressekonferenz. Und dabei wurde Kurz auch ziemlich persönlich. "Das wichtigste in dieser Krise für mich, neben meiner Aufgabe als Bundeskanzler, ist es meine eigenen Eltern nicht anzustecken." Besonders um seinen Vater mache er sich Sorgen. "Mein Vater ist 70. Ich will nicht, dass er krank wird. Ich weiß nicht, wie diese Krankheit bei ihm ausgeht", sagte der Kanzler ganz offen.

Und dann gab er auch noch Einblicke in seinen Corona-Alltag abseits des Regierungsstress. "Wir gehen für sie einkaufen, wir telefonieren regelmäßig mit meinen Eltern und den Eltern meiner Freundin. Wir versuchen sogar teilweise mittels Videotelefonat zusammen Mittag zu essen und sowas wie Normalität weiter zu haben, aber wir besuchen sie nicht und kommen nicht in ihre Nähe. Wir sind auch zu Ostern nicht in ihrer Wohnung, weil wir nicht wollen, dass sie sich anstecken", erklärt Kurz.

Kurz vermutet "Durchseuchung" bei einem Prozent

Die Corona-Erkrankung in Österreich spielt sich im Promille-Bereich ab. Das erklärte Kurz bei der Regierungspressekonferenz zur aktuellen Lage unter Berufung auf Zwischenergebnisse der repräsentativen Tests in der Bevölkerung. Seinen Angaben zufolge liegt die Durchseuchung bei etwa einem Prozent.

Aktuell sind in Österreich über 12.200 positive Testergebnisse bekannt. Allerdings war man immer von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgegangen, weshalb eine breiter gefasste Testserie mit gut 2.000 Personen angelegt wurde, deren Ergebnisse laut Kurz vermutlich am Dienstag vorliegen werden. Würde man wirklich nur im Promillebereich bzw. bei annähernd einem Prozent liegen, würde das eine Zahl von maximal rund 88.000 bedeuten und damit tendenziell eine geringere Dunkelziffer als mancherorts erwartet.
 

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