''Uns drohen 6.000 Fälle am Tag im Dezember''

Kommt ein 2. Lockdown? Kurz richtet Appell an alle Österreicher

Das ganze Wochenende über verhandelte die Koalition über schärfere Corona-Regeln.

Kommt ein 2. Lockdown? Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte es in ÖSTERREICH angekündigt – am Sonntag legte er in einem Facebook-Video noch nach: Sollten viele, vor allem Junge, in Österreich weiter ­Party machen und auf Abstands- und sonstige Regeln pfeifen, werden die Corona-Zahlen weiter explodieren. Bis zu 6.000 tägliche Neuinfektionen könnte es dann im Dezember geben – Überlastung der Spitäler (und Intensivstationen) inklusive.

Online-Gipfel

Deshalb wird die Regierung heute neue schärfere bundes­weite Regeln beschließen. Gleich in der Früh ist ein Online-Gipfel mit den Landeshauptleuten angesetzt, dann tritt das „virologische Quartett“ mit Kurz, Vizekanzler Werner Kogler und den Ministern Rudolf Anschober und Karl Nehammer gegen 10.30 Uhr vor die Kameras, um in Sachen Corona wieder einmal die Notbremse zu ziehen, damit es – so die Sprachregelung – „keinen zweiten Lockdown wie im Frühjahr geben muss“.

Verhandelt wurde das ganze Wochenende, die Kabinette von Kurz und Anschober saßen zusammen, die Chefs telefonierten parallel dazu miteinander.

Kurz-Appell zum 2. Lockdown

  • Frust. „Wir alle leben schon ein dreiviertel Jahr mit der Pandemie – das führt bei vielen zur Erschöpfung, zur Corona-Müdigkeit.“
  • Bald 6.000 Fälle. „Wir haben aber 1.000 bis 1.500 Infizierte pro Tag. Diese Zahl verdoppelt sich in drei Wochen. Wenn wir das Wachstum nicht einbremsen, dann haben wir im Dezember Neuinfizierten-Zahlen von 6.000.“
  • Intensivmedizin. „Wir habend derzeit kein Problem in der Intensivmedizin. Mit der Grippewelle zusammen, stoßen wir bei diesen Zahlen aber sehr bald an die Grenzen.“
  • 2. Lockdown? „In halb Europa gibt es bereits Lockdown-ähnliche Zustände.“
  • Kontakte reduzieren. „Wenn wir alle einen Beitrag leisten und soziale Kontakte reduzieren, dann können wir einen Beitrag leisten, einen zweiten Lockdown zu verhindern.“
  • Keine Partys. „Wir wissen, dass die Masse der Ansteckungen im privaten Bereich stattfindet. Wenn wir alle auf Feiern, private Zusammenkünfte in großen Gruppen und auf Partys verzichten, dann können wir das Wachstum bremsen und so Schulen, die Wirtschaft das öffentliche Leben offen halten.“


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