Anti-Raucher-Gesetz

Koalition plant Rauchverbot in Lokalen

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Ein allgemeines Rauchverbot wird immer wahrscheinlicher. SPÖ und ÖVP wollen darüber bei den laufenden Koalitionsverhandlungen reden.

Landeshauptfrau Gabi Burgstaller will das Rauchverbot in Lokalen zum Thema der Koaltionsverhandlungen machen. Ministerin Rauch-Kallat zeigt sich gesprächsbereit. Sie kann sich zumindest eine Verschärfung der Gesetze vorstellen. Burgstaller wünscht sich vor allem für die Angestellten in Lokalen, aber auch für die Nichtraucher, einen ausreichenden Schutz vor dem Passivrauchen. Ausnahmen könnte es in streng abgetrennten Räumen geben.

Gabi Burgstaller sagte außerdem im ÖSTERREICH-Interview: "Nachdem in England, Irland, Frankreich und Italien sehr gute Erfahrungen gemacht wurden, sollten wir das auch angehen."

Rauch Kallat zu Burgstallers Vorschlag: "Es dürfe nicht so sein, dass Rauchen die Norm ist und Nichtraucher in kleine Bereiche verbannt werden, sondern umgekehrt. Jeder hat ein Recht auf rauchfreie Luft." - Allerdings spricht sie sich für eine "friedliche Koexistenz" zwischen Rauchern und Nichtrauchern aus, und will einen Krieg vermeiden.

Exklusiv-Umfrage für ÖSTERREICH
Die Mehrheit der Österreicher ist gegen ein Rauchverbot, aber: Nichtraucher sind dafür. Eine exklusive Gallup-Umfrage für ÖSTERREICH zeigt, dass eine Mehrheit von 53 Prozent gegen ein generelles Rauchverbot ist. 44 Prozent der Befragten sind dafür, das Rauchen in Cafes und Bars generell zu verbieten.

Im Detail zeigt sich, dass vor allem die aktiven Raucher mehrheitlich gegen ein generelles Rauchverbot sind, und zwar stolze 78 Prozent. Bei den Nichtrauchern ergibt sich da wieder ein differenzierteres Bild: 56 Prozent sind für ein generelles Rauchverobt, 39 Prozent der Nichtraucher sind dagegen.

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