Köstinger krallt sich Post, Zivildienst und Telekommunikation

Neuverteilung

Köstinger krallt sich Post, Zivildienst und Telekommunikation

Die Neuverteilung der Zuständigkeiten in der türkis-grünen Bundesregierung hält weitere Überraschungen bereit

Dem grünen Verkehrsministerium kommen in der ÖVP-/Grünen-Koalition die Agenden für Telekommunikation und Postdienste abhanden. Sie wandern in das Landwirtschaftsministerium von Elisabeth Köstinger (ÖVP). Somit entfällt die Ausschreibung neuer Frequenzen für die nächste Funkgeneration 5G genauso unter deren Kompetenz wie regulatorische Fragen, die bei der Regulierungsbehörde RTR angesiedelt sind.
 
Für die Staatsanteile bei den beiden börsenotierten Unternehmen Post AG und Telekom Austria AG ist weiterhin der Finanzminister zuständig, hieß es auf APA-Anfrage aus dem Büro von Köstinger.
 
Und noch einen weiteren Bereich konnte Köstinger unter ihr Dach bringen - der Zivildienst wandert vom Innen- ebenfalls ins Landwirtschaftsministerium.
 

 Zivildienst wechselt ins Agrarressort

Die Neuverteilung der Zuständigkeiten in der türkis-grünen Bundesregierung hält weitere Überraschungen bereit. So wechseln die Agenden für den Zivildienst vom (ebenfalls türkis geleiteten) Innen- ins Landwirtschaftsministerium von Elisabeth Köstinger (ÖVP), erfuhr die APA. Erklärt wird dies mit der Bedeutung für den ländlichen Raum. Auch Telekom und Post ressortieren künftig bei ihr.
 
Der Zivildienst trage viel für Rettung, Feuerwehr, Landwirtschaft oder Pflege- und Altenbetreuungseinrichtungen bei, hieß es im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, wie das Ressort seit 2018 und auch in der neuen Regierung offiziell heißt. Der Ersatz für den Wehrdienst sei auch Türöffner zum Ehrenamt, denn ein großer Teil der Zivildienstleistenden engagiere sich danach weiter. "Damit sind alle wichtigen Agenden für den ländlichen Raum und die Regionen unter einem Dach und in einer Ressortzuständigkeit", wurde betont.
 
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