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Startschuss für Wien-Wahl

Ludwig kündigt Gratis-Ganztagsschule & Pflegeplatz-Garantie an

Bürgermeister sprach bei Veranstaltung mit dem Titel 'Entschlossen für Wien'.

Wien. Die Wiener SPÖ startete am Dienstag quasi offiziell ins heurige Wahljahr. Der Vorsitzende der Landespartei, Bürgermeister Michael Ludwig, lud für die Mittagsstunden zur Veranstaltung "Entschlossen für Wien". In der Eventlocation K47 am Franz-Josefs-Kai ergriff der Stadtchef dabei das Wort.

Bei der Ludwig-Rede kristallisierten sich die Top-Themen der Wien-Wahl im Herbst an. Der SPÖ-Bürgermeister sprach von Gratis-Ganztagsschulen. "Künftig führen wir die Gratis-Ganztagsschule in Wien ein. Alle 63 Ganztagsschulen in Wien werden komplett kostenfrei — und das inklusive Verpflegung!", so Ludwig.

Außerdem spricht der Wiener Bürgermeister von einer Pflege-Platzgarantie für alle: "Im Rahmen der nun neu geschaffenen Wiener Pflege-Garantie steht für alle Wienerinnen und Wiener fix ein Apartment in einem PensionistInnenwohnhaus oder ein Platz in einer Pflegeeinrichtung bereit, wenn der Aufenthalt zu Hause nicht mehr möglich ist."

Das Thema Polizei und Sicherheit wird im Wahlkampf ebenfalss ein großes Thema werden. Es werde eine Gruppe für Sofort-Maßnahmen mit 100 Mitarbeitern in ganzer Stadt für die Sicherheit unterwegs sein, die per App informiert werden könne. Das soll mehr Sicherheitsgefühl in Wien sorgen, so Ludwig.

Starker Applaus zu Beginn

Als Ludwig die Bühne betrat, gab es starken Applaus von den etwa 100 Funktionären. Er erwatet sich für die Wien-Wahl keine Schlammschlacht, sondern einen Ideenwettbewerb. Von einem Beginn des Wahlkampfes will er noch nicht sprechen, weil die Wien-Wahl erst im Herbst sei. 

Ludwig wies daraufhin, dass er Stolz auf die Geschichte der SPÖ sei und auf die positiven Wurzeln der Bewegung aufmerksam machte. Wiens Bürgermeister hielt infolge eine sehr grundsätzliche Rede zur historischen Dimension der Bundeshauptstadt.

395.000 Wohnungen gefördert saniert

Ludwig sprach von fast 395.000 geförderten und sanierten Wohnungen in Wien. Wegen des Wohnungsmarktes sei Wien so schön. Dann lobte er das rote Wien, beschwor Kreisky - der die UNO nach Wien gebracht habe - der einzige UNO-Sitz in der EU. 

Widerstände hätte es immer wieder gegeben, wie bei der U-Bahn, der Fußgängerzonen und der Donauinsel. Dann fragte er die Funktionäre: "Kommt das Ende der Sozialdemokratie?" Die Zuhörer antworteten mit einem lauten "Nein!".

Ludwig will die "Kluft zwischen Arm und Reich verkleinern". 700 Städte in Europa würden privatisierte Betriebe zurück kaufen. "Wir haben nie verkauft", sagt der Wiener Bürgermeister.

"Wir spielen in der Oberliga Europas"

Ludwig sagte: "Wien spielt in der Oberliga Europas" und sei die wichtigste Uni-Stadt im deutschen Sprachraum. Es gebe eine Spitzenmedizin für alle in Wien. Auch mit 93 Jahren bekomme man eine neue Hüfte. Die Bundeshauptstadt soll zur Digital-Hauptstadt Europas mit einem digitalen Humanismus werden. "Kein Mensch soll dabei zurückgelassen werden." Die Stadt müsse leistbar bleiben.

Er forderte eine neues Mietrecht. Die Preisregulierung bei Grundstücken sei wichtig.

36 neue Gruppen-Praxen in Wien geplant

Ludwig kündigt an, dass bei der Pflege "neue Wege" gegangen werden sollen. Es sind 36 neue Gruppen-Praxen geplant - die Spitäler sollen entlastet werden. 200 Verwaltungskräfte sind für Spitäler geplant und 16 neue Medizin-Zentren für Kinder. 

Dann sorgte Ludwig mit einer Aussage für Lacher als er über seine langjährige Mitgliedschaft beim Pensionistenverband spricht: "Beim Pensionistenverband ist es oft lustiger als bei Jugendorganisationen". Er erzählte, dass eine 106-Jährige die Streif fahren wollte. Weil dieser Wunsch unmöglich sei, "haben wir das mit einer virtueller Brille geschafft."



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