Ein Kommentar von Gerald Grosz.
100.000 Euro im Schnitt. Eine Zahl wie ein Schlag ins Gesicht all jener, die jeden Monat kämpfen, um mit einem Bruchteil davon über die Runden zu kommen. Und während draußen gespart wird, fließen drinnen im ORF Gehälter, die jeden Bezug zur Realität verloren haben – bis zu einer halben Million Euro. Bezahlt von Menschen, die keine Wahl haben.
Das System dahinter? Ein politisch abgesicherter Selbstbedienungsladen. Rot-schwarz durchzogen, abgeschirmt, unantastbar. Kritik wird abgetan, Reformen verschleppt. Gleichzeitig produziert man mit erhobenem Zeigefinger Moralpredigten und nennt es Journalismus.
Doch wer so weit weg ist von der Lebensrealität der Bevölkerung, verliert jede Glaubwürdigkeit. Wer Zwangsgebühren kassiert, muss sich Kontrolle gefallen lassen. Und wer diese Kontrolle verweigert, hat sein Modell verspielt.
Endpolitisierung ist kein Schlagwort – es ist eine Notwendigkeit. Und sie beginnt dort, wo echte Verantwortung entsteht: im Wettbewerb. Privatisierung ist kein Angriff auf Medienvielfalt, sondern ihre Rettung.
Der ORF braucht keinen Schutz mehr. Er braucht einen Reality-Check.