"Moria ist Mord!": Angst vor Verkehrschaos wegen Demo in Wien

Temporäre Sperren & Umleitungen

"Moria ist Mord!": Angst vor Verkehrschaos wegen Demo in Wien

Unter dem Titel "Das ist Moria. Das ist Mord" rufen zahlreiche Organisationen zur Demonstration gegen die österreichische Flüchtlingspolitik auf.

Wien. Nach den horrenden Szenen rund um den Brand des Flüchtlingslagers Moria rufen zahlreiche Organisationen - u.a. Junge Linke Wien, Migrantifa Wien, Asyl in Not, u.v.m. - zur gemeinsamen Demonstration gegen die österreichische Flüchtlingspolitik auf. Am Freitag um 17.00 Uhr startet der Demozug vom Ballhausplatz. Laut Veranstalter werden Kundgebungen vor dem Innenministerium, dem Rathaus und dem Haus der Europäischen Union abgehalten werden. "Wir rufen zur Demonstration gegen die europäische Grenzpolitik auf! Wir haben alle Mittel, den Menschen aus Moria zu helfen - also nutzen wir sie!", heißt es in der Veranstaltungs-Beschreibung zur Demo.

"In der Nacht von Di (8.9.) auf Mi (9.9.) ist das Flüchtlingscamp Moria auf Lesbos fast vollständig abgebrannt. 12.000 Menschen wissen nicht wohin, das Lager ist komplett zerstört. 
Jahrelang schon ist die Lage in den griechischen Camps katastrophal. Letzte Woche wurden mehrere Corona-Fälle bestätigt. Das Lager steht unter Quarantäne. Nachdem das Lager in Flammen aufging, errichtete die Polizei Barrikaden gegen die flüchtenden Menschen. In Moria zeigt sich der schreckliche Charakter der EU-Flüchtlingspolitik. Das ist Moria - Das ist Mord. Wir fordern ein Ende dieser mörderischen Politik und die Aufnahme aller Geflüchteten - für ein sicheres und menschenwürdiges Leben der Betroffenen!", heißt es auf Facebook.
 

Derzeit zählt die Veranstaltung auf Facebook 666 Zusagen und rund 2.500 Interessenten (Stand: 14.45 Uhr).

ÖAMTC: Es wird mit Verzögerungen zu rechnen sein

Laut ÖAMTC wird es aufgrund der Demonstration zu teils längeren Verzögerungen im Wiener Straßenverkehr kommen. Es werde zu "temporären Sperren und Ableitungen auf der Marschroute selbst sowie auf allen angrenzenden Straßenzügen" geben. Die Straßensperren werden für die jeweils unbedingt notwendige Dauer verfügt.

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