Kurz

Nächtigungssteuer

"Nagelprobe": FPÖ fordert ÖVP heraus

FPÖ nimmt Kurz beim Wort und drängt auf eine Senkung der Nächtigungssteuer.

Der Wahlkampfvorstoß von ÖVP-Chef Sebastian Kurz, die Mehrwertsteuer für Logis wieder von 13 auf 10 Prozent abzusenken, stößt naturgemäß auf Freude bei Parteikollegen. Komme die Rücknahme, würde die Wertschöpfung gestärkt, so Tirols Landeshauptmann und Tourismusreferent Günther Platter (ÖVP). Die Lücke zwischen steigenden Nächtigungszahlen und Wertschöpfung sei zuletzt nämlich gewachsen.

Ins selbe Horn stieß gegenüber der APA sein Landsmann und Tiroler Wirtschaftsbundchef Franz Hörl. Er kritisierte den administrativen Aufwand, den die 13 Prozent Mehrwertsteuer, die erst voriges Jahr von 10 auf 13 Prozent bei Nächtigungen erhöht worden war, verursache: Das ärgere viele Touristiker noch mehr als der erhöhte Steuersatz selbst. Die unterschiedlichen Steuersätze für verschiedene Dienstleistungen wie Logis, Getränke, Speisen und Leistungen wie eine Skikarte bei Pauschalangeboten sorgten für viel zu viel Aufwand und seien ein Ärgernis, kritisierte Hörl am Rande des Forum Alpbach.

Antrag noch vor der Wahl
Die FPÖ fordert nun, dass die Nächtigungssteuer noch vor der Wahl gesenkt wird. Nationalratsabgeordnete Gerald Hauser kündigte an, bei der Nationalratssitzung am 20. September einen entsprechenden Antrag einzubringen. „Ich bin schon gespannt darauf, wie ernst es Kurz ist und ob die ÖVP zustimmen oder das wieder abwürgen wird", so Hauser in einer Aussendung. Der FPÖ-Politiker weist darauf hin, dass die ÖVP die Erhöhung der Steuer erst im Vorjahr mitbeschlossen hatte.

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