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Babler beschwört vor SPÖ-Sitzung "Stabilität" der Partei

Die SPÖ berät am Freitag den Parteitag am 7. März - Christian Kern hatte ja als möglicher Gegenkandidat zum Parteichef Babler zurückgezogen. 

Nach Abebben der Personaldebatte in der SPÖ will Parteichef Andreas Babler nun eine Konzentration auf Inhaltliches. Das Regierungsteam werde mit voller Kraft für Österreich weiter arbeiten, erklärte er am Freitag vor den Sitzungen der Parteigremien. Dabei solle man sich auch darauf konzentrieren, "die Stabilität der Sozialdemokratie sichtbar zu machen". Ein Aufruf zur Einigkeit kam von FSG-Chef Josef Muchitsch. Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner zeigte sich genervt.

Erst seit Mittwoch ist klar, dass Babler beim Parteitag am 7. März wohl keinen ernst zu nehmenden Gegenkandidaten bekommen wird. Bis dahin hatte sich Altkanzler Christian Kern Zeit gelassen abzusagen. Er war von mehreren Landesorganisationen, unter anderem jener in Niederösterreich, hinter den Kulissen forciert worden. Landeschef Sven Hergovich selbst betonte am Freitag freilich, Babler zu unterstützen: "Ich war noch nie ein Freund von Personal-Debatten und werde es auch nie sein."

Frauenministerin: "Es nervt mich"

Loyal zum Parteichef stand in den vergangenen Monaten die Frauen-Organisation. Dementsprechend wenig amüsiert über die wochenlangen Debatten zeigte sich dann auch die Vorsitzende Holzleitner: "Es nervt mich genauso wie meine Verkühlung", meinte sie vor dem Präsidium. Die SPÖ brauche wieder Ruhe, erklärte der Vorsitzende der sozialdemokratischen Gewerkschafter Muchitsch. Man müsse sich in den Gremien wieder um Einigkeit bemühen. Zufrieden ob des Endes der Debatte war Finanzminister Markus Marterbauer, der überzeugt ist, dass sich mit entsprechender inhaltlicher Arbeit in der Regierung alles zum Guten wenden wird. Immerhin sei wirtschaftlich und budgetär die Trendwende schon da.

Die Sitzungen von Präsidium und Vorstand dienen der Vorbereitung auf den Parteitag. Entgegen ursprünglichen Planungen dürfte es jedoch nicht zum Beschluss des Leitantrags kommen, da dieser noch nicht finalisiert wurde. Abgesegnet werden dagegen die Kandidatenlisten für Vorstand und Präsidium. Ausscheiden wird daraus in der kommenden Periode Hergovich, der freilich betonte, als Landeschef ohnehin bei allen relevanten Sitzungen teilnehmen zu können.

Auffällig ist, dass mittlerweile eine größere Zahl der Landesvorsitzenden darauf verzichtet, für die Spitzengremien zu kandidieren. Vor Hergovich hatten schon die Landeschefs Hans Peter Doskozil, Michael Ludwig und Max Lercher auf eine Kandidatur verzichtet.

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