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Parteien

Umfrage: FPÖ wieder auf Rekord-Hoch - doch auch ÖVP legt zu

Die Dauerkrisen wirken wie ein Turbo auf die Umfragewerte der FPÖ - die kratzt beinahe schon am 40er.

Dauerkrisen wie die Kriege in der Ukraine und rund um den Iran, damit verbundene hohe Energiekosten - die Welt gerät aus den Fugen. Und das ist offenbar Wasser auf die Mühlen der FPÖ, wie die brandaktuelle Lazarsfeld-Umfrage für oe24 (2.000 Befragte vom 6. bis 14. 4., max. Schwankung 2,2 %) zeigt. Daran ändern auch die Abwahl von Herbert Kickls best Buddy Viktor Orbán nichts.

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© oe24

FPÖ wieder auf Rekordhoch

Fände am Sonntag eine Nationalratswahl statt - die FPÖ wäre die haushohe Wahlsiegerin: Lazarsfeld berechnete für die Partei von Herbert Kickl 38 %, damit stellen die Blauen ihren Umfragerekord wieder einmal ein, zuletzt waren sie im Jänner so hoch gelegen. Der Treppenwitz: Mit Wladimir Putin und Donald Trump hatten zwei Politiker jene Krisen losgetreten, die den Freiheitlichen alles andere als fern stehen. Trotzdem profitieren aktuell die Blauen.

Ampel hätte keine Mehrheit

Doch davon kann sich die Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS nichts kaufen. Sie käme im Falle einer Neuwahl aktuell nur auf 87 Mandate, das ist weit von den fürs Regieren notwendigen 92 Mandaten entfernt.

Immerhin: Bei der ÖVP steht diesmal ein Plus in der Wochenbilanz. Zuletzt war die Partei von Kanzler Christian Stocker auf 18 % abgerutscht - aktuell findet sie sich bei 20 % wieder. Der Rückstand zur FPÖ und damit auf Platz 1 ist allerdings mit 18 Prozentpunkten nach wie vor enorm.

SPÖ stürzt ab. 18 % - das ist just jener Wert, den die SPÖ derzeit erreicht. Nach dem gescheiterten Putschversuch durch Parteichef Andreas Babler in der NÖ-Landespartei geht es also weiter bergab. Immerhin: Da die Roten schon mal bei 17 % lagen, ist es nicht der absolute Minus-Rekord.

Die NEOS hingegen stagnieren mit 7 % ebenfalls klar unter ihrem Wahlergebnis vom Herbst 2024. Dass Beate Meinl-Reisingers Pinke von den Grünen, die nach wie vor bei 11 % liegen, nur die Rücklichter sehen, ist doppelt schmerzhaft.

Kanzler in Kanzlerfrage abgeschlagen

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Und auch in der Kanzlerfrage ist FPÖ-Chef Herbert Kickl derzeit das Maß aller Dinge: 32 % wollen den Kärntner ins Kanzleramt wählen, im Fall des amtierenden Regierungschefs Christian Stocker sind es nur 14 % - ein Pünktchen weniger als noch vor einer Woche. SPÖ-Chef Babler bringt es überhaupt nur auf 9 % (-1), was für eine Blamage, die beiden sind immerhin Kanzler und Vizekanzler.

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