Es war wohl das am spannendsten erwartete Viertelfinale-Duell und hielt im Hinspiel, was es versprach. Nun geht es am Mittwoch (21 Uhr/live Canal+) bei Bayern gegen Real Madrid ins Rückspiel in München. Trotz 2:1 im Rücken spricht der FCB einige Warnungen an sich selbst aus.
Es war zwischenzeitlich eine spielerische Meisterleistung, die Königlichen wurden im eigenen Wohnzimmer auf die Couch verwiesen und konnten nur zusehen. Und dann zack, aus dem Nichts eine Topchance, weil die Münchner Defensive wackelte. Aus so einer Situation wurde aus dem 2:0 ein 2:1 für das Duell in der Allianz-Arena, nur ein Treffer und alles ist auf gleich.
Bayern braucht "kontrollierte Euphorie"
Daher warnen sich die FCB-Akteure allesamt gegenseitig. Via Ex-Boss Karl-Heinz Rummenigge kam von ganz oben der Aufruf, "jetzt nicht den Fehler machen, zu viel Euphorie aufkommen zu lassen". Der "Hype" rund um sein Team "gefällt mir ehrlich gesagt nicht", so das Aufsichtsratmitglied. Auch Sportchef Max Eberl sprach von "kontrollierter Euphorie".
Den Spielern ist die Lage bewusst. Leon Goretzka betonte, man wisse "ganz genau, gegen wen wir da spielen und was das für ein Spiel ist". "Wenn Champions League ist, dann performen sie", warnte Vizekapitän Joshua Kimmich vor Real.
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Horror-Bilanz für Real Madrid
Für Bayern spricht die Statistik: Bei 30 KO-Duellen schieden sie nur ein einziges Mal nach einem Auswärtssieg im Hinspiel aus (2011 gegen Inter Mailand). Noch eindeutiger wird es bei den Königlichen, die unglaublicherweise nach einer Niederlage im Heimspiel noch nie die nächste Runde erreichten! Das weiße Ballett tanzt offensichtlich am liebsten vor eigenem Publikum.
An sich liegt Real den Bayern aber nicht. Vor dem Hinspiel datierte der letzte Münchner Sieg aus dem Jahr 2012, danach hagelte es sechs Niederlagen und zwei Remis. Die Spanier sprechen schon von der "Remontada" (Aufholjagd). Wenn es ein Team kann, dann Real, war die Devise von Coach Alvaro Arbeloa. Womöglich braucht der FCB also wieder einen achtarmigen Manuel Neuer im Tor, um das Halbfinale einzufahren.