Knalleffekt bei den Koalitionsverhandlungen! ÖVP und SPÖ wollen die NEOS mit ins Boot holen. Die Pinken sollen das Bildungs- und Justiz- oder Außenministerium erhalten.
Die Koalitionsverhandlungen haben am Donnerstag in der Nacht eine überraschende Wendung genommen: Wie oe24 erfuhr, wollen ÖVP und SPÖ nun die NEOS miteinbeziehen. Laut mehreren Verhandlungs-Insidern steht ein Comeback der Ampel-Regierung im Raum. Sprich: Eine Dreier-Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS. Damit solle eine klare Mehrheit im Nationalrat abgesichert werden.
Im Gegenzug sollen die NEOS das Bildungs- und das Justiz- bzw. Außenministerium erhalten. NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger könnte selbst Justiz- oder Außenministerin werden. Der Wiener Vize-Bürgermeister Christoph Wiederkehr ist als Bildungsminister im Gespräch.
ÖVP und SPÖ sollen insbesondere bei den Pensionen zu Zugeständnissen an die NEOS bereit sein. Freitagvormittag tagte ein Parteivorstand der NEOS. Möglich ist, dass die Spitzen der drei Parteien noch Freitagvormittag Bundespräsident Alexander Van der Bellen konsultieren, um diesen über die weitere Vorgehensweise zu informieren. .
Meinl müsste Mitglieder befragen
Allerdings dürfte mit dem Angebot an die Pinken eine Angelobung der neuen Regierung in der kommenden Woche vom Tisch sein. Denn nimmt Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger an und steigt in eine Ampel ein, muss sie den Koalitionspakt den Mitgliedern zur Abstimmung vorlegen. Das dauert in etwa eine Woche, Meinl bräuchte dafür eine Zweidrittelmehrheit.