Stefan Weber im Fellner!-LIVE-Interview

Plagiats-Jäger macht jetzt Jagd auf die ganze Regierung

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Plagiats-Aufdecker Stefan Weber brachte Aschbacher zu Fall. Jetzt nimmt er sich weitere Regierungsmitglieder vor.
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Plagiatsaufdecker Stefan Weber (51), der die Causa Aschbacher ins Rollen gebracht hat, wird sich nun auch die akademischen Abschlussarbeiten anderer Regierungsmitglieder vornehmen, wie er im Fellner!-LIVE-Interview ankündigte. Für Weber sei es nach einem so großen Präzendenzfall fast seine wissenschaftliche Pflicht, sich die Arbeiten aus dem Regierungs-Umfeld der zurückgetretenen Ministerin genauer anzuschauen.

Im Idealfall dürfe niemand vor seiner Plagiats-Prüfung zittern, so Weber. Denn: "Der ideale Wissenschaftler hat nichts zu befürchten", beruhigt der Gutachter. Welche Arbeiten er als nächstes prüft? Weber: "Die Arbeit von Karl Nehammer ist online – die habe ich mir seit gestern bereits angesehen. "Die Arbeit von Margarete Schramböck – sehr interessant – sie hat auf Englisch zum Diamantenhandel geschrieben. Das weiß wahrscheinlich gar niemand. Die habe ich jetzt bestellt. Ich habe übrigens auch drei Arbeiten von Ministerin Raab bestellt. Es findet jetzt natürlich ein Screening der akademischen Abschlussarbeiten der Regierungsmitglieder statt – das ist ja ganz klar", kündigt der Medienwissenschaftler an.

"Nicht jeder Politiker ist Plagiator"

Eine Botschaft sei ihm noch wichtig, so der "Plagiatsjäger". Angesichts der Politik-Verdrossenheit, möchte er betonen, dass "nicht jeder Politiker ein Plagiator ist". In diesem Zusammenhang erwähnt er lobend die Abschlussarbeit von Bildungsminister Faßmann, der darin ein Statistik-Programm entwickelt und damit soziale Daten erhoben hat. Seine Erfahrung aus 18 Jahren mit dem Plagiatsthema zeige ihm, so Weber, dass ein Fall wie bei der Ex-Ministerin Aschbacher einzigartig sei. So etwas werde man kein zweites Mal finden.

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