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Gewessler: Irrer Streit um teure Klima-Anlage

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Hitzige Debatte nach dem ÖSTERREICH-Bericht über 143.100-Euro-Klima-Anlage.

Wien. „Während ganz Österreich wegen der Teuerung ins Schwitzen kommt, hat‘s die grüne Klimaministerin auf Kosten der Steuerzahler schön kühl“, tobte SPÖ-Manager Christian Deutsch. „Die grüne Abgehobenheitist unfassbar!“

Der ÖSTERREICH-Bericht über den Kauf einer Klimaanlage durch Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) hat für viel Wirbel gesorgt: Um sage und schreibe 143.100,77 Euro wurde die Klimaanlage im Klimaministerium erneuert – wobei das nur der Kostenteil von Gewesslers Ministerium ist. Weitere 25 Prozent – also 47.700 Euro – wurden von einem anderen Ministerium bezahlt.

Klima-Anlage nicht für das Kabinett. „Die Klimaanlage ist nicht für Ministerin Gewessler oder ihr Kabinett, sondern für einen anderen Standort in der Stubenbastei 5“, sagt ein Sprecher der Klimaministerin zu ÖSTERREICH. Dort sei die Klimaanlage für 300 Mitarbeiter ausgefallen, „deshalb musste ein schnelle Lösung vor dem Sommer her“. Ministerin Gewesslers Kabinett ist in der Radetzkystraße, nahe der Urania: „Dort ist noch die gleiche Klimaanlage.“

Grüne: »Ist SPÖ neidig auf die Klima-Anlage?«

Scharfer Konter. Am Donnerstagnachmittag meldete sich dann der Sozialsprecher der Grünen, Markus Koza, zu Wort und kontert Deutsch: „Die Erneuerung der kaputten Klimaanlage kommt 300 Mitarbeitern in der Stubenbastei zu Gute, sie haben ein Recht auf gute Arbeitsbedingungen. Das Büro der Ministerin ist in der Radetzkystraße.“ Koza sieht ein „Missverständnis in der Hitze des Gefechts“ und fragt: „Ist die SPÖ den Beschäftigten die Klimaanlage neidig?
 

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