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"Gezeichneter" Kickl beschwört jetzt Einigkeit

Die FPÖ fiebert dem FPÖ-Parteitag und der Hofburgwahl nervös entgegen.

Burgfrieden. Die FPÖ-Präsidiumssitzung sei tatsächlich „unspektaulär“ gewesen, bestätigen mehrere Teilnehmer ÖSTERREICH. Ein „gezeichneter“ FPÖ-Chef Herbert Kickl habe aus seiner Sicht den Fall Hans-Jörg Jenewein geschildert und dabei noch einmal „klar gemacht, dass er nichts von der Anzeige gewusst“ habe. Zudem sei er auf die Falschmeldungen über den Gesundheitszustand von Jenewein eingegangen. Fragen dazu seien nicht wirklich gestellt worden.

Auch seine Kritiker, Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp und Oberösterreichs Landeshauptmann-Vize Manfred Haimbuchner, hätten sich zurückhaltend gezeigt.

Immerhin wolle jetzt „keiner an einer weiteren Eskalation schuld sein“, erklärt ein FP-Mann.

Kickl selbst soll in der fünstündigen Sitzung auch das Procedere für den FPÖ-Parteitag am 17. September erklärt und behauptet haben, dass die Bundespräsidentschaftswahl für Walter Rosenkranz „sehr gut“ laufen würde und werde.

Das wiederum bezweifeln einige Präsidiumsmitglieder – nach der Sitzung.

Sie sehen vor allem den Unabhängigen Tassilo Wallentin als „brandgefährlich für uns“.

Allerdings vermuten sie, dass er „die Unterstützungserklärungen nicht mehr schafft“. Er sei „zu spät eingestiegen“. Sollte er es doch schaffen, könnte er am 9. Oktober – am Tag der Hofburg-Wahl, Kickls Polit-Zukunft entscheiden. Sein Wiederwahl-Parteitag findet freilich bereits zwei Wochen davor statt.