Eurofighter-Frage

Pröll: Scharfe Kritik an Fischer

Erwin Pröll übt im ÖSTERREICH-Interview scharfe Kritik an Bundespräsident Heinz Fischer in Eurofighter-Frage.

Pröll: „Erwarte mir vom Oberbefehlshaber des Bundesheeres eine klare Position.“

Der mächtige Niederösterreichische Landeshauptmann und Mitglied des ÖVP-Koalitionsverhandlungs-Teams, Erwin Pröll, übt im Interview mit ÖSTERREICH harsche Kritik an Bundespräsident Fischer in der Eurofighter-Frage. Pröll: „Es wundert, dass der Bundespräsident als Oberbefehlshaber des Bundesheeres nicht dazu bereit ist, zum Eurofighter-Vertrag Stellung zu nehmen, obwohl er ihm übergeben wurde. Vom Oberbefehlshaber des Bundesheeres würde ich mir in einer derart wichtigen verteidigungspolitischen Frage eine klare Position erwarten.“ Die Risse zwischen SPÖ und ÖVP seien immer noch tief. Pröll: „Alles aufgearbeitet ist noch längst nicht. Das hat nichts mit überdurchschnittlicher Sensibilität zu tun, sondern mit Fakten. Der Vorgang um die Eurofighter ist der Beweis. Der Bundespräsident sollte die höchste moralische Instanz sein und alles tun, um wieder zusammen zu bringen, was zwischen den Parteien zerbrochen wurde. Dass der Bundespräsident sich hier zur Seite stellt, wundert mich.“

Zum Koalitionsklima betont Pröll: „Das politische Klima ist total vergiftet. Die Diskussion der SPÖ-Landeshauptfrau Burgstaller lässt tief blicken, wenn sie von „Abrüstungsgesprächen" redet. Die ÖVP hat nie aufgerüstet, nur die SPÖ, darum muss sie jetzt abrüsten.“

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