Rauch-Kallat hört als ÖVP-Frauenchefin auf

Rückzug

Rauch-Kallat hört als ÖVP-Frauenchefin auf

Ihre Nachfolgerin wird die 56-jährige Dorothea Schittenheilm.

ÖVP-Frauenchefin Maria Rauch-Kallat (61) zieht sich zurück und übergibt das Zepter an Dorothea Schittenhelm. Die frühere Frauenministerin Rauch-Kallat stand seit 1998 an der Spitze der VP-Teilorganisation. Offiziell ins Amt gewählt wird die Nationalratsabgeordnete Schittenhelm bei einem Bundestag am 20. November in Innsbruck.

Die 56-Jährige ist ausgebildete Zahnarztassistentin und seit 2000 Bürgermeisterin von Bisamberg. Bevor Schittenhelm das Nationalratsmandat von Werner Fasslabend Anfang 2007 übernahm, war sie Landtagsabgeordnete und das seit 1997.

Unfreiwillig aus Nationalrat ausgeschieden
Rauch-Kallat, Ehefrau des Rüstungslobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly, war nach der Wahl 2008 unfreiwillig aus dem Nationalrat ausgeschieden. Dass sie nur einen hinteren Listenplatz bekam, führte sie selbst auf parteiinterne Rachegelüste zurück: "Dass ich einen hinteren Platz auf der Bundesliste gehabt habe, das war die Rache dafür, dass Gerti Brinek Volksanwältin wurde und nicht ein Mann. Das hat man mir mehr oder minder unverhohlen gesagt", so Rauch-Kallat in einem Interview damals.

Gertrude Brinek war im Sommer 2008 durchaus überraschend vom ÖVP-Parlamentsklub als VP-Volksanwältin nominiert worden - anstatt des eigentlich als Favoriten gehandelten Peter Sonnberger. Dass eine Frau Volksanwältin wurde, habe sie betrieben, sagte Rauch-Kallat.



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