Votivkirche: Gegenbesetzer

Gruppe von Polizei abgeführt

Votivkirche: Wirbel um rechte Besetzung

Aktivisten einer extrem rechten Gruppe protestierten gegen die Asylwerber.

55 Tage nach der Besetzung der Wiener Votivkirche durch Asylwerber eskalierte die Situation gestern völlig. Eine Gruppe von neun Rechtsextremisten veranstaltete eine "Gegen-Besetzung", um auf angebliche "Massenzuwanderung und Islamisierung" aufmerksam zu machen.

Sofort tauchten ein Bekenner-Brief und -Video auf. Sepp Unterrainer, einer der Aktivisten der irren Gruppe "Identitäre Bewegung Österreich", trat in einen Hungerstreik.

In der Kirche kam es zu einer Pattsituation. Die Rechten platzierten sich im Kirchenschiff genau vis-àvis von den Asylwerbern. Die Polizei beobachtete die Aktion aus dem Hintergrund. "Wir wurden gebeten, nicht einzuschreiten", sagt Polizeisprecher Roman Hahslinger. In der Kirche verhandelten Caritas-Vertreter, Asylwerber und die rechten "Identitäre".

Tumulte vor der Votivkirche, Polizei blieb besonnen
Vor der Kirche versammelten sich 60 Unterstützer der echten Asylwerber. "Sinn der Aktion ist zu provozieren", sagen sie. Als ein zehnter "Identitärer" vor der Kirche auftaucht, wird er von einem Buhkonzert und "Nazis raus!"-Sprechchören empfangen. Die Asylwerber nahmen die rechte Besetzung mit Humor: "We welcome our guests from the right wing party!", schrieben sie auf ihre Plakate.

Um 17.05 Uhr verließen die Rechten die Kirche. Sie wurden von der Polizei begleitet.
 


 

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