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Bildung

Schüler können nicht mehr lesen

Jedes 3. Kind hat eine Lese-Schwäche - Nur Bulgaren und Rumänen schlechter.

Um die Bildung der EU-Bürger steht es nicht gut, um die der Österreicher sogar sehr schlecht. Das zeigt ein neuer EU-Bericht.

Leseschwäche. Österreichs 15-Jährige weisen demnach massive Defizite beim Lesen auf. 27,5 % können nur unzureichend lesen. Im Jahr 2000 waren es „nur“ 19,3 %. Gleichzeitig wurden im Pflichtschulbereich von 2000 bis 2004 über 220 Millionen Euro eingespart.

Insgesamt hatte sich die EU für 2010 das Ziel gesetzt, den Anteil der Problemschüler im Bereich Lesen auf 17 Prozent zu senken. Tatsächlich sind es im EU-Schnitt nun aber 20 Prozent – Österreich liegt deutlich darüber. Selbst der Klassenbeste Finnland wurde schlechter.

Österreich stürzte im Vergleich am stärksten ab (siehe Tabelle). Nur in Rumänien und Bulgarien können die Kinder noch schlechter lesen als bei uns.

Auch das Senken der Schulabbrecher-Quote von 17,6 auf unter 10 Prozent in der EU gelang nicht.

EU-weit verlassen noch immer 14,4 Prozent der jungen Menschen jährlich die Schule ohne Abschluss. Hier liegt Österreich etwas besser: 10,2 Prozent waren es im Jahr 2000.

Mittlere Reife soll jetzt Schulabschluss aufwerten
Experten kritisieren: Der Abschluss sagt nur wenig über die tatsächlichen Fähigkeiten aus. Hier soll die Möglichkeit der Mittleren Reife mit 15 Jahren Abhilfe schaffen.

Maturanten
Wirklich gut liegt Österreich beim Anteil all jener, die Matura machen oder eine Lehre abschließen: 2000 waren es 85,1 Prozent, 2009 waren es sogar 86 Prozent. EU-Ziel: 85 Prozent, tatsächlich liegt der EU-Durchschnitt nur bei 78,6 Prozent.

Schlecht steht es hingegen um die Akademikerquote: EU-Durchschnitt 2009:32,3 Prozent. Österreich: 23,5 Prozent. Für 2020 hat sich die EU das Ziel gesetzt, die Quote auf 40 Prozent zu erhöhen. Für Österreich bedeutet das eine Verdoppelung.

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