EU-Abgeordneter

Sidl zieht sich als SPÖ-Landesgeschäftsführer zurück

Der EU-Abgeordnete Günther Sidl wird sich als Landesgeschäftsführer der SPÖ Niederösterreich zurückziehen.

Ein entsprechender NÖN-Bericht wurde am Montag auf Anfrage aus Sidls Büro bestätigt. Als Grund gilt, dass der 50-Jährige in der kommenden Woche zum Bürgermeister von Petzenkirchen (Bezirk Melk) gewählt werden wird. Der EU-Mandatar agierte seit Februar 2023 neben Wolfgang Zwander ehrenamtlich auch als Parteimanager.

Die Bürgermeister-Kür in Petzenkirchen steht am 19. Februar an. Sidl wird seiner Parteikollegin Lisbeth Kern nachfolgen, die seit 1996 im Amt und damit Österreichs längstdienende Bürgermeisterin war. Die SPÖ hält in der Marktgemeinde im Mostviertel zwölf von 19 Mandaten.

"Bürgermeisteramt kein Nebenjob"

"Das Bürgermeisteramt ist für mich kein Nebenjob, sondern ein echter Schwerpunkt. Daher war für mich von Anfang an klar, dass ich als Landesgeschäftsführer aufhöre, falls ich zum Bürgermeister in Petzenkirchen gewählt werde", betonte Sidl, der als EU-Abgeordneter weitermachen wird, in einem der APA übermittelten Statement.

Bei der SPÖ Niederösterreich wird indes vorerst Zwander solo als Landesgeschäftsführer fungieren. Die Frage nach der Notwendigkeit einer Nachbesetzung Sidls "werden die zuständigen Gremien zeitnah entscheiden", hieß es auf Anfrage. Der EU-Abgeordnete war als Landesgeschäftsführer bisher für die politische Bildungsarbeit und damit für die Betreuung der Themeninitiativen bzw. Themenräte, die Vernetzung zu den Sozialdemokratischen Parteien in Tschechien und der Slowakei sowie für den Austausch mit der Zivilgesellschaft - also mit NGOs, kulturellen Vereinen und Migrantengruppen - zuständig. Bei Zwander lagen schon bisher die Themenblöcke externe und interne Kommunikation, Kampagnen, Personal und Finanzen.

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