Sitzstreik im Asyl-Lager

Traiskirchen: 70 blockierten Straße

Sitzstreik im Asyl-Lager

Flüchtlinge wollen nicht mehr im Freien schlafen.

Knapp 2.700 Menschen, die vor Terror und Krieg geflüchtet sind, müssen momentan 
im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen leben. Das Lager ist überfüllt, 480 Flüchtlinge müssen im Freien am Boden schlafen, weil es keinen Platz mehr in den Gebäuden gibt. Am Mittwoch hat sich der Frust wieder einmal Luft gemacht:

VIDEO: Sitzstreik in Traiskirchen

Protest
Nachdem sie über eine Stunde auf das Frühstück warten mussten, protestierten rund 70 Asylwerber auf der „Hauptstraße“ der Anlage. Sie forderten endlich ein Bett in einem Zimmer und ein Ende des erzwungenen Schlafens unter freiem Himmel. Erst nach längeren Gesprächen mit der Lager­leitung konnten die auf­gebrachten Menschen beruhigt werden. Für sie soll eine Lösung gefunden werden.

Demo, um aus überfüllten Lager wegzukommen
Schon in der Nacht auf Mittwoch hatten rund 20 Asylwerber einen Sitzstreik begonnen: Gut 20 Flüchtlinge wollten mit der Blockade ihre Verlegung in ein Bundesland erzwingen: „Egal wohin, nur weg aus Traiskirchen“, schildert ein Vertrauter eines Asylwerbers. Am Mittwoch gegen 10.45 Uhr räumten die Flüchtlinge das Feld, betonte das Innenministerium.

Aktuell sieht es nicht so aus, als ob die Situation in Traiskirchen sich bald verbessern dürfte: Nach dem Scheitern der Bezirsquoten-Idee haben die Bundesländer zwar versprochen, mehr Quartiere aufzustellen – doch sie sind weit davon entfernt, genug anzubieten.

Gegenüber ÖSTERREICH betont Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), dass jetzt jeden Tag mit Ländervertretern über die Quartierlage gesprochen wird.

VIDEO: Das Lager ist komplett überfüllt

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