So brutal wird der Wahlkampf

Kern als "Schlepper", Kurz als "Feigling"

So brutal wird der Wahlkampf

Die Neuwahl im Oktober wird auf einen Dreikampf - Kern-Kurz-Strache - hinauslaufen.

Nach dem Koalitionsende ist vor dem Wahlkampf: Die Scheidung von SPÖ und ÖVP, und damit die Neuwahl, kam etwas rascher als erwartet, trifft die Parteien aber trotzdem nicht unvorbereitet. Sie haben bereits fertige Konzepte und Kampagnen in den Schubladen liegen, und die versprechen Zündstoff. Vor allem im brutalen Dreikampf Kern-Kurz-Strache.

Plakat.
Keinen einzigen Tag verstreichen lassen wollte Heinz-Christian Strache. Der FPÖ-Chef stellte bereits seine neuen Plakate vor. Die Message: Er, Obmann seit 2005, sei die einzige Konstante im Politchaos. Währenddessen habe die SPÖ drei und die ÖVP fünf Chefs verschlissen.

Kurz hat bereits heimlich Programm ausgearbeitet

Dann sei ÖVP-Chef Sebas­tian Kurz laut Strache als längst dienendes Regierungsmitglied auch noch fürs "Asylchaos" mitverantwortlich und SPÖ-Chef Christian Kern als Ex-ÖBB-Chef ohnehin ein "Schlepper".

"Plan A". Angriffig gibt sich auch die SPÖ bereits jetzt: Funktionäre verbreiten via Social Media ein Bild vom alkoholischen Getränk "Kleiner Feigling" – ein Seitenhieb auf Kurz, der sich vor dem Vizekanzler-Job gedrückt habe. Und mit "Plan A" liegt eine fertige Kampagne bereit.

Bleibt noch die ÖVP. Die Schwarzen werden voll auf den Kurz-Bonus setzen. Auch ihre Website hat bereits einen komplett neuen Look bekommen: Nur noch der neue Chef ist zu sehen, der dort um "Unterstützung" bittet.

Kurz hat in den letzten Monaten auch schon heimlich ein Programm für Wirtschaft und Soziales ausgearbeitet. Seinen Wahlkampf wird das Campaigning Bureau von Ex-ÖVP-Kommunikationschef Philipp Mader­thaner führen.

K. Fischer

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