So reagiert die österreichische Politik

Tod von Hugo Portisch:

So reagiert die österreichische Politik

Der legendäre Journalist Hugo Portisch (†94) ist am Donnerstagnachmittag verstorben. So reagiert die österreichische Politik auf seinen Tod.

Viele heimische Politiker und Journalisten kondolierten Donnerstagnachmittag der Familie und den Freunden der Journalistenlegende Hugo Portisch, dessen Ableben im 95. Lebensjahr Donnerstagnachmittag bekannt geworden war.

Van der Bellen: "Große Lücke in unserem Land hinterlassen"

Bundespräsident Alexander Van der Bellen schrieb auf Twitter: "Mit Hugo Portisch ist ein herausragender Österreicher von uns gegangen. Er wird eine große Lücke in unserem Land hinterlassen. Portisch war nicht nur Journalist, er war außerdem so etwas wie das 'Geschichtsbuch' Österreichs", so der Bundespräsident.

"Seine Art zu berichten war packend und verständlich, ihm gelang die seltene Kunst, hochkomplexe Zusammenhänge klar und deutlich zu vermitteln." Portisch habe nicht einfach nur berichtet, was war, "er ließ Österreich seine Zeitgeschichte spüren. Was er geschafft und geschaffen hat, wird uns allen erhalten bleiben. Er hat das Land, dessen Zeitgeschichte er vermittelte, auch aufgeklärt und damit nachhaltig geprägt."

 

 

Bundeskanzler Kurz (ÖVP): "Portisch war eine "der ganz großen Persönlichkeiten unseres Landes"

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sah in Portisch eine "der ganz großen Persönlichkeiten unseres Landes". Mit ihm verliere Österreich einen "Jahrhundertjournalisten". Portisch sei für Generationen der Erklärer der Nation gewesen. "Er hat nicht nur Zeitgeschichte erzählt und erklärt, Hugo Portisch selbst ist ein Teil österreichischer Zeitgeschichte", so der Bundeskanzler.

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) zeigt sich ebenfalls betroffen: „Portisch war der Doyen unter den österreichischen Journalisten, ein `Vollblutjournalist´, der in unterschiedlichsten Rollen Mediengeschichte geschrieben hat. Vor allem als Chefkommentator im ORF hat er es wie kaum ein Zweiter verstanden, komplizierte Zusammenhänge in einfachen Worten zu erklären.“ 

Vizekanzler Werner Kogler (GRÜNE): "Werden seine Stimme vermissen"

Einen der "ganz Großen", einen "herausragenden Journalisten, der uns die Welt ins Wohnzimmer gebracht hat" habe man verloren, bedauerte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). "Er war eine Instanz der politischen Aufklärung und eine engagierte Stimme, die den demokratischen Aufbruch in Osteuropa begleitet hat", würdigte ihn Kogler. "Wir werden seine Stimme und Analysen vermissen."

Rendi-Wagner (SPÖ): "Große, schmerzende Lücke hinterlassen"

Eine große, schmerzende Lücke hinterlasse der Tod von Hugo Portisch, reagierte SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner. "Ein Jahrhundert-Journalist, eine moralische Instanz, ein standhafter Humanist. Uns alle hat er bereichert", so Rendi-Wagner.

Die Stadt Wien sichert dem "Journalisten-Doyen" ein Ehrengrab, wie der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) in einer Aussendung mitteilte. "Er war ein Vorbild für Generationen kritischer Journalisten. Keine und keiner erklärte so gut wie er komplizierte politische Zusammenhänge", sagte Ludwig.

FPÖ-Chef Hofer: "Lücke, die sich nur schwer schließen lässt"

Auch die Freiheitlichen trauern: „Mit dem Tod Hugo Portisch hat uns heute eine prägende Figur Österreichs verlassen, deren Lücke sich nur schwer schließen lassen wird,“ sagte FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer heute in einer Aussendung.

„Unabhängiger und kritischer Journalismus sind elementar für Politik und Demokratie. Portisch hat beides gelebt. Heute sollen unsere Gedanken und unser Mitgefühl seiner Familie und Freunden gelten,“ sagte Hofer.

Brandstätter (NEOS): "Einen Freund verloren"

"Ich habe wie viele österreichische Journalistinnen und Journalisten einen Freund verloren, die Bevölkerung hat mit dem Tod von Hugo Portisch ihren Geschichtslehrer verloren. Ich darf im Namen der NEOS, aber auch ganz persönlich, der Familie dieses großartigen Menschen unser herzlichstes Beileid ausdrücken. Er war uns allen ein großes Vorbild", würdigte ihn NEOS-Nationalratsabgeordneter Helmut Brandstätter.

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