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Hintergründe

Titel aberkannt: Miss geriet in private Fehde

Miss Austria Daniela Zivkov soll gegen ­ihren Vertrag verstoßen haben.

Das gab es in der 90-jährigen Geschichte des Bestehens noch nie: Erstmals wurde einer amtierenden  Miss Austria der Titel  aberkannt. Am Samstag verlor Daniela Zivkov (21) die Krone, weil sie angeblich wiederholt gegen den Lizenzvertrag verstoßen habe.

„Habe aufrechten Vertrag“

Doch wer die schöne Linzerin kennt, weiß: Die 21-jährige angehende Berufsoffizierin hat ein Kämpferherz. „Ich werde mich juristisch beraten lassen, ob das einfach so geht, wie es sich der Geschäftsführer der  Miss Austria  Corporation, Jörg Rigger, so vorstellt“, sagte die Thai-Boxerin zu ÖSTERREICH: „Ich habe einen aufrechten Vertrag“, wehrt sie sich.

Zoff um Auto

Die Vorwürfe gegen Zivkov klingen banal. Der Schlimmste: Sie fuhr das falsche Auto, nämlich ihr privates und nicht das des Sponsors: „Das Auto wurde nicht ausgehändigt, steht immer noch beim Händler“, rechtfertigt sich die 21-Jährige.

Ablöse

Tatsächlich scheint es einen anderen Hintergrund zu geben. Ausgerechnet die Ex-Frau des MAC-Chefs managt die Miss-Oberösterreich-Wahlen, die  Daniela Zivkov  gewonnen hatte. Als sie dann zur schönsten Frau des Landes gewählt wurde, kollidierte das Ex-Ehepaar miteinander. Eine Miss Austria aus einem anderen Bundesland schien opportuner: Die neue Miss Austria ist nun Izabela Ion (24), eine Vorarlbergerin.

In ihren Insta-Stories hat Daniela ein Statement veröffentlicht.

© Instagram

Aufstand der Ex-Missen

Fakt ist: Das Missen-Business ist schwer beschädigt. Ehemalige Missen proben den Aufstand und solidarisieren sich mit Daniela Zivkov. Wie Silvia Schachermayer, ehemalige Miss Austria und frühere Chefin der Miss Austria Corporation. Sie ist entsetzt über ihre Nachfolger: „Es ist schwer für mich zu verstehen, wie erwachsene Geschäftsleute eine junge motivierte Frau beschädigen, um ihre persönlichen Befindlichkeiten zu befriedigen“, schreibt sie auf Instagram. Auch Julia Furdea, Miss Austria 2014, schreibt: „Wir unterstützen Daniela.“

 

 

Daniela Zivkov: "Ich habe mich immer an die Regeln des Vertrags gehalten"

ÖSTERREICH: Frau Zivkov, die Miss Austria Corporation (MAC) hat Ihnen den ­Titel aberkannt. Was ist passiert?

Zivkov: Angeblich habe ich mehrfach gegen den Lizenzvertrag verstoßen.

ÖSTERREICH: Und, haben Sie?

Zivkov: Meines Wissens nicht. Ich habe mich an die Regeln gehalten.

ÖSTERREICH: Aber es muss doch etwas passiert sein. Gibt es einen neuen Freund, irgendwelche verbotenen Nacktfotos oder Sonstiges?

Zivkov: Ich habe immer noch denselben Freund, es gibt keine verbotenen Fotos. Das Einzige, was ich erfahren habe, soll Unzufriedenheit eines Sponsors gewesen sein.

ÖSTERREICH: Wie sollen wir das verstehen?

Zivkov: Mit der Wahl zur Miss Austria wurde mir die Nutzung eines bestimmten Autos zugesagt. Das habe ich bis jetzt nicht und deshalb fahre ich mit meinem Privatauto eines anderen Herstellers herum. Davon gibt es auch ­Fotos.

ÖSTERREICH: Das kann doch nicht der Grund ge­wesen sein, oder?

Zivkov: Vielleicht bin ich zwischen die Fronten im Streit des MAC-Geschäftsführers und seiner Ex-Frau geraten. Denn die verantwortet die Miss-Oberösterreich-Wahl. Seitdem ich gewonnen ­habe, gab es Probleme.

ÖSTERREICH: Sie wollten zum Bundesheer, haben dies aufgeschoben.

Zivkov: Eine Fehlentscheidung, jetzt muss ich ein Jahr warten.