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ÖVP-Schadenfreude

Stadt Wien hat 200 Mio. "verspekuliert"

Die Volkspartei sieht im Wertverlust der Beteiligungen einen "Bumerang" und ein "sprichwörtliches Gurkerl" für die SPÖ.

Der Wertverlust von 200 Mio. Euro bei Beteiligungen der Stadt Wien veranlasst zahlreiche ÖVP-Vertreter zu milder Schadenfreude. Nun falle der Vorwurf der Spekulation bei der Bundesfinanzierungsagentur auf die SPÖ zurück, so der Tenor. Auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache äußert Unmut über die Wiener SPÖ, während diese sich verteidigt.

"Bumerang für SPÖ"
"Die SPÖ-Spekulationsvorwürfe werden zum Bumerang", findet ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger. "Lautstark mit dem Finger auf andere zeigen, selbst aber voll im Schlamassel sitzen" - das gehe nicht mehr.

"Sprichwörtliches Gurkerl"
ÖVP-Wirtschaftssprecher Konrad Steindl sieht ein "sprichwörtliches Gurkerl" für Bundeskanzler Werner Faymann durch seine Wiener Parteikollegen: "In der ÖBFA ist kein einziger Steuer-Euro verloren gegangen." Das könne von Wien nicht behauptet werden.

"Alle Papiere herzeigen"
Der Wiener ÖVP-Klubchef Matthias Tschirf fordert eine detaillierte Aufstellung aller Wertpapiere und Veranlagungen der Stadt Wien. Sollte es diese nicht geben, werde man Finanzstadträtin Renate Brauner in einer Sondersitzung des Finanzausschusses befragen müssen.

Häupl als "Unschuldslamm"
Auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache kritisiert die regierenden Sozialdemokraten: "Das Chaosmanagement der Wiener SPÖ unter Bürgermeister Michael Häupl ist mittlerweile wirklich gemeingefährlich." Häupl baue in seinem Wirkungsbereich ein Finanzdesaster nach dem anderen und spiele dabei das "Unschuldslamm".

"Eigenes Versagen"
Wenig kann die Wiener SPÖ den ÖVP-Anwürfen abgewinnen. Landesparteisekretär Christian Deutsch brandmarkt sie als "Rundumschläge, um vom eigenen Versagen abzulenken". In Wien werde nicht spekuliert: "Die Wienerinnen und Wiener brauchen sich keine Sorgen machen."

"Strategische Beteiligungen"
SPÖ-Rathausklubchef Siegi Lindenmayr meint ebenfalls, dass die Stadt transparent und konservativ veranlage. So halte man Anteile wie an der Flughafen Wien AG schon seit über 55 Jahren. Das seien strategische Beteiligungen und nicht darauf ausgelegt, etwaige Gewinne oder Verluste zu realisieren.

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