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Bomben-Pläne nur Intrige?

Strache-Anschlag: Islamist im Visier

Früherer Shisha-Wirt und mutmaßlicher Islamist soll Bomben-Pläne gegen Strache gewälzt haben.     

Wie berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien wegen eines angeblich geplanten Anschlags auf den Ex-FPÖ-Obmann und Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache. Nur nimmt die Behörde die Bomben-Story nicht gar so ernst – „derzeit hat sich die Verdachtslage nicht erhärtet“, betont eine Justiz-Sprecherin, warum der Hauptverdächtige, der am Dienstag geoutet wurde, weiter auf freiem Fuß bleibt.

Ursprung der Ermittlungen sind die Aussagen eines V-Mannes des Verfassungsschutzes, der in der Szene den Spitznamen „Das Messer“ (in einer anderen Sprache) trägt und der sich heuer im April mit der Information bei seinen Vertrauensleuten wichtig machte, dass ihm ein Drogendealer mehrmals 100.000 Euro angeboten habe, um für ihn einen Anschlag durchzuführen.

Zudem habe der Genannte – B. B., beim BVT auf der Liste mutmaßlicher, im Gefängnis radikalisierter Islamisten – ihm Orte genannt, an denen Strache und dessen Familie das Auto parkt. Daraufhin starteten die Erhebungen „wegen der versuchten Bestimmung zum Mord als terroristische Straftat“.

Video zum Thema: Strache: Wirbel um vermeintliches Attentat
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Verdächtiger: Waffen-Narr, Auto-Fan und Allah-Postings

Das Facebook-Profil von B. B. zeigt den Werdegang eines ­jungen Migranten, der sich für schnelle Autos, Drogen, Kampfsport und Waffen interessiert und der nach fast einem Dutzend Verurteilungen im Gefängnis bei predigenden Insassen den wahren Glauben findet … 

Verdächtigter will V-Mann wegen Verleumdung verklagen

Der von dem V-Mann massiv belastete Österreicher mit Wurzeln im Kosovo wehrt sich heftig. Über seinen Anwalt Wolfgang Blaschitz, der den Ex-Shisha-Wirt Mittwochvormittag per Handy am Arbeitsamt erreichte, lässt der 31-Jährige ausrichten, dass das Ganze „eine Intrige und Racheaktion“ gegen ihn sei, weil er dem anderen kein Geld geborgt hatte. Dass B. B. (wie man auch auf Facebook klar sieht) ein Faible für Waffen, schnelle Autos sowie ein Drogenproblem – zuletzt aber eine Abkehr in Richtung Moscheen und Glauben hat, können weder er noch sein Verteidiger leugnen. Anschläge habe er aber keinesfalls geplant. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Verteidiger Blaschitz: "Mandant wird verleumdet"

Top-Anwalt Wolfgang Blaschitz vertritt den Kosovaren, der zuletzt eine Haftstrafe wegen Suchtgift und illegalem Waffenbesitz verbüßte: „Dieser V-Mann und einzige Belastungszeuge wollte sich Geld ausborgen. Es ging um ein paar hundert Euro. Als mein Mandant sich weigerte, kam der V-Mann plötzlich mit dieser Strache-Bomben-Story daher. Wir werden den V-Mann wegen Verleumdmung klagen.“     

Strache: "Verfassungsschutz hat mich nicht informiert"

Nachdem neue Gerüchte aufgetaucht sind, dass bei dem Anschlag nicht sein Dienstwagen, sondern Straches Privatauto hochgehen hätte sollen – womit auch seine Familie ­Opfer hätte werden können– platzt Strache auf Facebook der Kragen. Wütend postet er: „Da gab es ein im Jahr 2018 geplantes Autobombenattentat auf mich und meine Familie, wo mich der Verfassungsschutz bis heute nicht über die konkreten Hintergründe informiert hat. Ohne Worte!“     



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