Stronach schon fast bei 10% - FP verliert

ÖSTERREICH-Umfrage

Stronach schon fast bei 10% - FP verliert

Sonntagsfrage: Piraten verlieren, FPÖ rutscht weiter ab.

Seit Frank Stronach seine Kandidatur angekündigt hat, geht es mit seiner Partei (die es noch gar nicht gibt) bergauf. FPÖ und Piraten verlieren.
Wien. Das Ziel ist hoch gesteckt: Bis zu 30 Prozent will Frank Stronach mit seiner Truppe bei der nächsten Nationalratswahl erreichen, verkündete er am Freitag beim inoffiziellen Treffen in Spittal.

Davon ist Stronach laut ÖSTERREICH-Umfrage zwar noch ein gutes Stück entfernt – doch der Aufwärtstrend ist seit Bekanntgabe der Kandidatur beachtlich: Bei der Sonntagsfrage (Für wen stimmen Sie, wenn am Sonntag gewählt wird?) hat der Milliardär um zwei Prozent zugelegt. Seine Partei könnte mit acht Prozent der Stimmen rechnen und bewegt sich rasant auf die 10-Prozent-Marke zu. Das ist das bemerkenswerteste Ergebnis der aktuellen ÖSTERREICH-Umfrage (Gallup, 400 Befragte, 16.&17. August).

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Größter Verlierer: die Piratenpartei. Sie muss um den Einzug ins Parlament bangen, käme nur mehr auf vier Prozent (vor zwei Wochen waren es noch sechs). Aber die Stronach-Partei nimmt auch anderen Stimmen weg. Der Abwärts-Trend der FPÖ setzt sich fort, Straches Truppe verliert weiter, liegt nur mehr bei 20 Prozent – und erstmals seit Langem wieder klar hinter der ÖVP auf Platz drei. Auch die SPÖ verliert ein Prozent, kann aber gelassen bleiben, weil die unmittelbare Konkurrenz nicht punktet. Stark diese Woche die Grünen, die mit einem Plus von zwei Prozent auf 14 Prozent landen.

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28 % halten ,Team Stronach‘ für prinzipiell wählbar
Eine weitere Frage zeigt klar, wen das „Team Stronach“ (Arbeitstitel, das Wort Partei soll vermieden werden) Stimmen kosten wird. Ist die Stronach-Partei für Sie prinzipiell wählbar?, wollten wir wissen. Insgesamt können sich das – damit wäre er nah an der angepeilten Marke – 28 Prozent vorstellen. Die Details zeigen, wer am meisten zittern muss: Für 41 Prozent der Piraten-Wähler sowie 39 Prozent der FP-Wähler, aber auch 28 Prozent der VP-Wähler ist Stronach wählbar. Am meisten immun gegen „Magna-Politik“ sind SP-Sympathisanten (8 Prozent). Beachtlich: Mehr als ein Drittel, 36 Prozent aller Österreicher, ist der Meinung, Stronach sollte Teil der nächsten Regierung sein.

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Stronach polarisiert. Das zeigt auch das traditionelle Politbarometer (Welcher Politiker ist Ihnen positiv negativ aufgefallen?). 25 Prozent sehen den Magnaten positiv, 35 negativ – ergibt ein Saldo von zehn Prozent. Damit liegt er gleichauf mit ÖVP-Chef Michael Spindel­egger. Gewinner im dieswöchigen Politbarometer: Bundeskanzler Werner Faymann, der um drei Prozentpunkte zulegen kann.

Klarer Verlierer: Sportminister Norbert Darabos, der den Zorn der Österreicher über das Olympia-Debakel zu spüren bekommt. Er verliert gleich elf Prozent und ist wieder Schlusslicht im Politbarometer.

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