Türkis-grüne Verhandlungen

Wer die Player von Kurz & Kogler sind

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Vier Strategen für ÖVP und Grüne. Wie sie sich langsam annähern.

Wenn die Verhandler zusammensitzen, stecken auch sie die Köpfe zusammen. Mit „sie“ sind die Strategen von Sebastian Kurz und Werner Kogler gemeint:

Auf der türkisen Seite sind das – Stefan Steiner (ÖVP) und Josef Meichenitsch (Grüne) sitzen am Verhandlungstisch im Winterpalais des Finanzministeriums mit dabei – Kabinettschef im Kanzleramt Bernhard Bonelli und Kommunikationschef Gerald Fleischmann. Zwei durchaus unterschiedliche Vertraute von ÖVP-Chef Sebastian Kurz. Bonelli, der tief gläubig ist, ist ein Zahlenmensch, der bereits in der türkis-blauen Koalition auf Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit bedacht war und seit Monaten an ­möglichen inhaltlichen Schnittstellen zwischen Türkis und Grün gebastelt hat. Fleischmann wiederum ist seit Kurz Integrationsstaatssekretär wurde an dessen Seite und maßgeblich an seinem Ver­kaufs­erfolg beteiligt.

 

Video zum Thema: Sondierung auf der Zielgeraden: Kommt jetzt Türkis-Grün?

 

Sie sitzen mittlerweile regelmäßig mit ihren grünen Pendants – Generalsekretär Thimo Fiesel, der bereits den Wahlkampf für Kogler gemanagt hatte, und dem langjährigen Ex-Mandatar und Grün-Strategen Dieter Brosz – zusammen. Dass die vier Herren die „Message control“ der türkis-blauen Regierung zu wiederholen trachten, darf bezweifelt werden. Die Türkisen haben immerhin begriffen, dass das überzogen wurde. Die Grüne ticken ohnehin anders.

Die Chemie zwischen den vier dürfte mittlerweile ebenso passen wie zwischen den jeweiligen Pressesprechern: Gabi Zornig schupft die Kommunikationsarbeit für Kogler. Johannes Frischmann für Kurz. Die Kommunikation unter den sechs Beratern und Mitarbeitern scheint zumindest zu klappen.

Isabelle Daniel

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