TV-Duell II: Strache gegen Spindelegger

Nationalratswahl 2013

TV-Duell II: Strache gegen Spindelegger

Spindelegger: FP bringt Chaos. ÖVP-Chef offensiv gegen HC Strache.

Auch das zweite TV-Duell am Montag war als Treffen möglicher Koalitionspartner angesetzt – doch ORF-Anchor-Woman Ingrid Thurnher erwartete ein hitziges Duell: Und zwar ÖVP-Chef Michael Spindel­egger gegen FPÖ-Obmann Heinz-Christan Strache.

ÖVP und FPÖ liegen in den Umfragen und den Wahlwetten (siehe Kasten unten) zwar deutlich auseinander, Strache macht sich aber immer noch Hoffnungen auf Platz 2. Doch dazu muss er die ÖVP überholen.

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    "Strache ist der größte 
Arbeitsplatzvernichter"
    Kein leichtes Unterfangen – hatte sich doch Spindelegger vorgenommen, die Sache gegen Strache offensiv anzugehen: „Wir zeigen, dass Strache ein Arbeitsplatzvernichter ist“, war aus dem ÖVP-Lager zu hören. Soll heißen: Der ÖVP-Chef wollte der FPÖ vorwerfen, mit seinem Anti-EU-Kurs Arbeitsplätze in Österreich zu gefährden: „Wenn wir den Euro gefährden, ist es mit unseren Exporterfolgen aus. Und jeder 2. Arbeitsplatz hängt nun mal am Export.“

    Kontern mit ESM & Co.
    Im FPÖ-Lager nahm man die Herausforderung an: „Wir werden Themen ansprechen, die die ÖVP nicht gerne beleuchtet, etwa die Millionenhaftungen für den ESM“, so FPÖ-General Herbert Kickl. Deshalb sei es die ÖVP, die die Zukunft des Landes gefährde.

    Die Online-Voter auf oe24.at sind einig: Spindelegger gewinnt

    © oe24

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    Zitate von Spindelegger gegen Strache 1/5
    Über christliche Werte:
    Spindelegger: Wer es nötig hat, christliche Werte auf Plakate zu schreiben, zeigt ja, wie er tickt. Ich lebe diese Werte. Ich bin derjenige, der regiert, er ist derjenige, der queruliert.

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    21:55 Uhr: Die TV-Konfrontation ist zu Ende.

    21:54 Uhr: Politik-Insiderin Isabelle Daniel kommentiert: Spindelegger schlägt Strache mit seinen eigenen Waffen: Gags. Der VP-Chef bleibt in der gesamten Debatte seiner heutige Linie treu: Er zieht den FP-Chef ins Lächerliche...

    21:53 Uhr: Spindelegger: "Wenn ich Dritter werde, dann trete ich selbstverständlich zurück."

    21:52 Uhr: Für Spindelegger kommt nur ein Koalitionspartner in Frage, der den Euro nicht in Frage stellt, so Spindelegger.

    21:51 Uhr: Spindelegger verteidigt den Euro und möchte an diesem festhalten. "Nicht so wie STrache. Er fordert die Drachme für Griechenland und die Strachme für Österreich", so ein angriffslustiger Spindelegger.

    21:49 Uhr: Politik-Insiderin Isabelle Daniel kommentiert: Der VP-Vizekanzler hat Strache beim Thema EU-Budgetverhandlungen nun etwas vorgeführt. Die nächsten Verhandlungen sind erst 2019 ;)

    21:48 Uhr: Das Thema EU führt zu einer emotionalen Debatte auf beiden Seiten. Ingrid Thurnher fordert beide Kandidaten auf, wieder zu einer sachlichen Diksussion zurückzukehren und von der Bierzelt-Stimmung wegzukommen.

    21:47 Uhr: Politik-Insiderin Isabelle Daniel kommentiert:Strache hat jetzt sein Leibthema EU aufgebracht. Der FPÖ-Chef verhält sich in der gesamten Debatte grundsätzlich auch ruhig, versucht immer wieder Pointen unterzubringen, die ihm wohl sein Gag-Schreiber und Generalsekretär Herbert Kickl vorbereitet hat. Beim Thema EU blüht er freilich auf...

    21:46 Uhr: Nun das Thema ESM und EU: Strache fordert einen Brittenrabbat für Österreich.

    21:44 Uhr: Die Verwaltungsreform und die damit verbundenen Gemeindefusionen in der Steiermark sind nun Thema. Strache zeigt sich empört: Es sei untragbar, "dass man über die Bevölkerung drüberfährt."

    21:43 Uhr: Politik-Insiderin Isabelle Daniel kommentiert: Der VP-Chef grenzt sich auch in Asylpolitik klar von Strache ab. Spindelegger bleibt ruhig und wirkt damit souveräner als zuletzt. Strache bedient freilich geschickt seine Kernwähler mit klassischen Parolen über die angeblich ach so vielen Zuwanderer...

    21:41 Uhr: Politik-Insiderin Isabelle Daniel kommentiert: Spindelegger ist gut vorbereitet – er mokiert sich über Straches "falsche Verunsicherungen". Der VP-Vizekanzler grenzt sich sehr deutlich von Strache ab. Der FP-Chef bleibt allerdings auf seiner Linie: Ausländer... Das Publikum ist wieder sehr laut.

    Strache streitet jetzt lieber mit Thurnher, die ihn mit seinen früheren Aussagen konfrontiert. Strache greift plötzlich den ORF an. Spindelegger schaut ihm durchgängig spöttisch zu.

    21:40 Uhr: Moderatorin Thurnher fragt Spindelegger nach drei konkreten Maßnahemn, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

    21:39 Uhr: Themenwechsel: Der Klimawandel ist nun Zentrum der Diskussion.

    © apa

    21:37 Uhr: Strache will nicht, dass Österreich ein Einwanderungsland werde. Außerdem gebe es in den USA keine Familienzusammenführung, so Strache. Spindelegger kontert, dass wir in Österreich ein gutes Asylsystem haben. "Jeder, der einen positiven Bescheid habe, sei Willkommen." Darauf möchte Strache weiter diskutieren, aber Moderatorin Thurnher versucht verzweifelt das Thema zu wechseln.

    21:34 Uhr: Strache ist nun in seinem Element und bei seinem "Lieblingsthema", den Ausländern. Nun wird er emotional und diskutiert mit Ingrid Thurnher über frühere Aussagen von ihm. Er gab an, dass die Rot-Weiss-Rot-Card eine Afrika-Card sei. "Das habe ich nie gesagt", so der erboste Strache. Thurnher kontert, dass nur 15 Personen aus Afrika durch die Rot-Weiss-Rot-Karte ins Land gekommen sind.

    21:31 Uhr: Spindelegger möchte nicht die "alte Leier der FPÖ wieder aufwärmen", nämlich alles Fremde sei Böse. "So was brauchen wir hier in Österreich nicht."

    21:30 Uhr: Politik-Insiderin Isabelle Daniel kommentiert: Die Blicke der zwei Kontrahenten sind eindeutig, Strache und Spindelegger mögen sich offensichtlich nicht. Der VP-Vizekanzler antwortet stets Ingrid Thurnher, schaut Strache kaum an. Der FPÖ-Chef kritisiert - wie erwartet - die gesamte Regierungsarbeit und im Speziellen die ÖVP. Erstaunlich: Diesmal lässt sich Spindelegger überhaupt nicht aus der Rolle zu bringen.

    21:29 Uhr: Spindelegger reagiert auf Straches Vorwürfe, dass "die Massen aus Rumänien und Bulgarien" 2014 nach Österreich kommen werden und so die ARbeitslosigkeit im Lande steigt. Auf den Konter des ÖVP-Chefs, dass dies nicht der Wahrheit entspricht, zitiert Strache das 8. Gebot: "Du sollst nicht die Unwahrheit sagen."

    21:27 Uhr: Spindelegger schließt eine gesetzliche Anhebung des Pensionsantrittsalters in der nächsten Regierungsperiode definitv aus.

    21:25 Uhr: Spindelegger möchte die Wirtschaft überzeugen, dass die Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters auch gut für Österreich sei. Strache stimmt ihm da zu. Das gesetzliche Pensionsantrittsalter müsse man laut Spindelegger nicht anheben.

    21:23 Uhr: Moderatorin Thurnher meint, dass wenn Österreich in dem Tempo wir bisher das faktische Pensionsantrittsalter nach oben hebt, es noch 60 Jahre dauert, bis alle mit 65 Jahren in Pension gehen. Spindelegger: "Das ist richtig."

    21:22 Uhr: Für Spindelegger geht es in erster Linie um die Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters.

    21:20 Uhr: Strache bricht nun eine Lanze für die Frauen, denn er spricht nun die geplante Anhebung des Pensionsalters für Frauen an - die ÖVP möchte dieses so schnell wie möglich an das Pensionsantrittsalter für Männer angleichen. Für Strache geht das nicht, denn Frauen sind seiner Meinung heutzutage in so vielen Bereichen benachteiligt. Er spricht unter anderem die Anrechnungszeiten für Kinderbetreuung an.

    21:17 Uhr: Politik-Insiderin Isabelle Daniel kommentiert:  Dass Strache mit Spindelegger just über "christliche Werte" reden wollte, ist ein Eigentor. Der VP-Chef ist sogar in einem christlichen Orden. Was gleich zu Beginn auffällt: Spindelegger redet leiser und schaut den FP-Chef kaum an.

    21:16 Uhr: Nun ist das Thema Pension an der Reihe. Spindelegger sagt, dass in Zukunft die private Pensionsvorsorge eine größere Rolle spielen werde.

    21:15 Uhr: "Ich bin jemand, der regiert, die FPÖ queruliert", so der ÖVP-Chef.

    21:14 Uhr: Spindelegger kontert, dass die ÖVP es nicht notwendig habe, christliche Werte zu plakatieren, denn die ÖVP lebe diese Werte.

    21:12 Uhr: Strache wirft Spindelegger vor, dass er sich in den letzten Jahren nicht um die kleinen Leute gekümmert habe. Die ÖVP habe ihre christlichen Werte verraten, so Strache.

    21:10 Uhr: Der ORF-Einspieler zeigt, dass die beiden Spitzenkandidaten kaum Gemeinsamkeiten haben.

    21:07 Uhr: Es geht los
    Ingrid Thurnher begrüßt Michael Spindelegger und Heinz-Christian Strache im Studio.

    21:05 Uhr: Nach Faymann und Glawischnig ist nun das zweite TV-Duell des Abends in Kürze dran: Spindelegger gegen Strache.

    Strache: "Spindelegger ist nicht authentisch"
    Klar ist: Der Vizekanzler ist derzeit „entfesselt“ – Strache muss es also gelingen als Jäger und nicht als Gejagter zu punkten – und voll auf Angriffsmodus schalten. Im Interview mit ÖSTERREICH gibt er sich gelassen: „Spindelegger ist nicht authentisch und spielt eine künstliche Rolle.“ Dafür brauche er „keine großartige Vorbereitung“. Das könnte ein Fehler sein.

    Polit-Experte: "Es wird klare Grenzziehungen geben"
    „Die ÖVP wird angreifen, weil sie kein Interesse an Koaltions-Gerüchten hat und daher wenig freundlich sein“, analysiert Politikexperte Thomas Hofer. „Es wird klare Grenzziehungen geben.“ Spindelegger rät er, offensiv zu bleiben. Er dürfe sich nicht auf ein Duell um den 2. Platz einlassen. Und Strache müsse nach dem defensiven Auftreten gegen Glawisch­nig endlich wieder Gas geben.

    Interview mit dem FPÖ-Chef:

     

    "Für 'Spindi' brauche ich keine große Vorbereitung"

    ÖSTERREICH: Wie bereiten Sie sich auf das TV-Duell mit Spindelegger vor?
    Heinz-Christian Strache: Ich glaube, da braucht es keine großartige Vorbereitung. Spindelegger ist nicht authentisch und spielt eine künstliche Rolle. Er versucht, seine Verantwortlichkeit wegzuwischen für die vielen Fehlentwicklungen.

    ÖSTERREICH: Was werfen Sie ihm vor?
    Strache: Wer hat denn die österreichischen Pensionisten verraten? Wer hat die ­österreichischen Arbeitnehmer und kleineren und mittleren Unternehmer verraten? Wer hat die Familien verraten, wenn nicht die ÖVP und die Sozialdemokraten? Das muss man sichtbar machen.

    ÖSTERREICH: Sie wollen immer noch Kanzler werden?
    Strache: Ich bin der einzige Kanzlerherausforderer.

    ÖSTERREICH: Sie führen einen relativ zahmen "Nächstenliebe"-Wahlkampf. Kommt da noch mehr?
    Strache: Wir haben einen Zulauf wie nie zuvor. SPÖ, ÖVP und Grüne haben verloren bei den letzten bundespolitischen Wahlen. Ich verstehe ihren Neid. Das führt offenbar sogar dazu, dass man sich aufregt, wenn ich mit einer Badehose schwimmen gehe. Wahrscheinlich ist Häupl neidig, weil ihm selbst keine Badehose mehr passt.

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