Alexander Wrabetz

Erhöhung

TV-Gebühr: 
ORF will 10 % mehr

Die geplante Erhöhung könnte die Seher bis zu 24 Euro kosten.

Es ist längst ausgemachte Sache. Glaubt man ORF-Insidern, wurde bereits vor der Wiederwahl von Alexander Wrabetz im August hinter den Kulissen alles paktiert: Ab 2012 soll es eine Gebührenerhöhung für die ORF-Kunden geben.

Beim ORF-Publikumsrat am Dienstag ließ der ORF-Generaldirektor erstmals offiziell damit aufhorchen, dass die Gebühren in der kommenden Funktionsperiode – 2012 bis 2014 – „valorisiert“ würden. Derzeit zahlen ORF-Kunden rund 240 Euro im Jahr an den ORF (inkl. ,Kultur-Schilling‘).

Ab kommendem Jahr sollen die Gebühren um bis zu zehn Prozent (24 Euro zusätzlich pro Jahr) steigen. Einen dementsprechenden Antrag könnte Wrabetz bereits in der nächsten ORF-Stiftungsratssitzung im Dezember einbringen. Eine Mehrheit (Rot-Schwarz-Grün-Orange) scheint ihm dabei sicher.

ORF-Insider gehen aber davon aus, dass Wrabetz erst mit Amtsantritt der neuen ORF-Geschäftsführung – Jänner 2012 – die Erhöhung fordern wird. Und zwar in der Stiftungsratssitzung im März. Die SPÖ steht hinter Wrabetz. Und auch VP-Klubchef Karlheinz Kopf erklärte sich gestern offiziell gesprächsbereit über höhere Gebühren.

Höhere Gebühren, dafür Polit-Personalpaket
Das ist wohl kein Zufall. „Vor der Wahl wurde ein Personalpaket zwischen SPÖ, ÖVP, Grünen und BZÖ geschnürt, dafür werden diese Parteien im Stiftungsrat höhere Gebühren absegnen“, sagt ein Regierungspolitiker.

Im Gegenzug für mehr Geld dürften dann die Channelmanager im Infobereich nach Politwünschen besetzt werden.

Einzig die FPÖ dürfte gegen die Erhöhung Sturm laufen. Daher wird es wohl nicht zu einer Zehn-Prozent-Erhöhung kommen, sondern es wird weniger (die Rede ist von maximal 7 Prozent) geben, heißt es.

Immerhin sind spätestens 2013 Nationalratswahlen. Und da sind Gebührenerhöhungen nicht unbedingt ein Wahlkampf-Hit??…



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