Kurz führt überlegen
Umfrage: Identitäre ziehen FPÖ runter
Wie nahe steht die FPÖ den rechtsextremen Identitären? Allein die Debatte der letzten Wochen über diese Frage kostet die FPÖ wertvolle Prozente – das zeigt die brandaktuelle ÖSTERREICH-Umfrage (1.001 Interviews, 28. März bis 3. April, maximale Schwankung +/-3,2 %):
■ FPÖ runter. Denn die FPÖ verliert innerhalb von zwei Wochen zwei Prozentpunkte, kommt nur auf 23 % und rutscht damit hinter die SPÖ von Pamela Rendi-Wagner zurück. Und das, obwohl die Roten von der Debatte nicht einmal profitieren können – sie stagnieren bei matten 24 %. Parteichef HC Strache verliert außerdem in der Kanzlerfrage einen Prozentpunkt – und im Politbarometer rutschen fast alle blauen Minister ab (siehe unten)
■ ÖVP rauf. Anders geht’s dem Koalitionspartner Straches: Mit 34 % führt die Partei von Sebastian Kurz zehn Prozentpunkte vor der SPÖ, der Kanzler erreicht in der Kanzlerfrage seinen bisherigen Topwert mit 41 %. Dasselbe Bild im Politbarometer – auch hier führt Kurz überlegen. Und dass der Kanzler von der FPÖ eine klare Ansage in Richtung der rechtsextremen Identitären verlangt hat, wird mehr als deutlich begrüßt (572 Online-Interviews vom 1. bis 3. 4.): 82 % stimmen dem Kanzler in Sachen Abgrenzung von den Rechtsradikalen zu.
Sonntagsfrage
Kanzlerfrage
Vor EU-Wahl: ÖVP stark, alle anderen schwächeln
Fazit. Wenige Wochen vor der EU-Wahl am 26. Mai präsentiert sich die ÖVP stark, alle anderen Parteien schwächeln. Kein Wunder, dass die Türkisen auch bei der EU-Wahlumfrage führen – mit Karas und Edtstadler kommt die ÖVP auf 29 % – damit liegt sie schon drei Prozentpunkte vor der SPÖ.
EU-Wahl-Umfrage
Politbaromter: Fast alle FPÖ-Minister im Minus
Alle zwei Wochen lässt ÖSTERREICH durch das Research-Affairs-Institut fragen: „Welcher Politiker ist Ihnen positiv bzw. negativ aufgefallen?“ Der Saldo aus beiden Werten ist der Barometerwert, Kanzler Kurz liegt mit 41 % an der Spitze.
Sonst noch auffallend: Fast alle FPÖ-Minister verlieren an Zustimmung. Verkehrsminister Norbert Hofer, Vizekanzler HC Strache sowie die Minister Beate Hartinger und Herbert Kickl – alle rutschen sie um einen bzw. zwei Punkte ab, Mario Kunasek und Karin Kneissl können ihre Werte indes halten.
Und noch eine verliert: SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hatte hinter Kurz lange Platz 2 – jetzt ist sie nur noch vierte.
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