FPÖ-Mann will Job nicht aufgeben

Unvereinbar? Hofer führt Wahlkampf als Präsident

Hofer doppelgleisig: Er amtiert als Teilzeit-Präsident – und ist gleichzeitig Kandidat.

Es ist Laien kaum zu erklären: Norbert Hofer (FPÖ) hat die Präsidentenwahl verloren, doch die Wahlanfechtung katapultiert ihn ganz ohne Neuwahl in die Hofburg: Ab 8. Juli amtiert er mit seinen Nationalratskollegen Doris Bures (SPÖ) und Karlheinz Kopf (ÖVP) als Ersatzpräsident. Gleichzeitig steigt er als Hofburg-Kandidat in den Wahlkampf ein – und erhält weiter seine Gage von 15.000 Euro brutto/Monat.

Am Vormittag Teilzeit-Bundespräsident – und am Nachmittag angriffiger Kandidat? Das halten viele für unvereinbar. Hofer will seinen Präsidenten-Job behalten, wie er ÖSTERREICH erklärt: „Ich werde das Amt, wie auch bisher streng überparteilich ausführen. Die Verfassung sieht in diesem Fall vor, dass die drei Präsidenten im Kollegium diese Aufgabe übernehmen und nicht einer alleine.“

Der Hintergrund ist klar: Würde Hofer auf den Posten verzichten, hätte er bei einer Niederlage möglicherweise keinen Job mehr.



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