Novomatic-Job

Voggenhuber rechnet mit Glawischnig ab

Glawischnigs Jobwechsel löst bei Parteifreunden Empörung aus

Entsetzt und empört haben grüne Politiker auf den Wechsel von Ex-Parteichefin Eva Glawischnig zum Glücksspielkonzern Novomatic reagiert. Der steirische Grünen-Chef Lambert Schönleiter zeigte sich "sprachlos". "Ich gehe davon aus, dass Bundessprecher Werner Kogler jetzt handelt und die Parteimitgliedschaft von Eva Glawischnig sofort ruhend stellt", sagte Schönleitner im "Standard".

Video zum Thema: Grüne empört über Glawischnigs neuen Job

"Letzer gewaltiger Tritt"

Enttäuscht zeigte sich auch Johannes Voggenhuber. Der ehemalige EU-Abgeordneter der Grünen rechnet dabei auf Facebook gnadenlos mit der ehemaligen Parteichefin ab. Glawischnig habe zunächst mit ihrem Rücktritt im vergangenen Jahr  „unmittelbar vor dem großen Scherbengericht über die Grünen überstürzt das Weite“ gesucht, so Voggenhuber.

Die Grünen suchen nun nach dem Nationalratswahl-Debakel den Neubeginn. Glawischnig habe  „aber doch noch eine Möglichkeit gefunden, den Grünen, nachdem sie diese an den politischen Abgrund geführt hat, noch einen letzten gewaltigen Tritt zu versetzen“.

Voggenhuber stört sich vor allem auch daran, dass Glawischnig nun für einen Glücksspielkonzern arbeite, der mit der Spielsucht von Menschen Geld verdient. „Doch dazu möchte ich Frau Glawischnig ein allerletztes Mal an an eine "grüne Weisheit" erinnern: "Gut leben" meint etwas gänzlich anderes, als sich an den Schwächen Anderer zu bereichern und dafür jede politische und moralische Integrität zu opfern - auch nicht in der zynischen Maskerade einer "Verantwortungsmanagerin".

 

 

 



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